Dreyer: Großveranstaltungen bis Ende August untersagt

Ministerpräsidentin gibt weiteres Vorgehen in Corona-Krise bekannt

Dreyer: Großveranstaltungen bis Ende August untersagt

Die aktuell in Deutschland geltende Kontaktbeschränkung wird bis zum 3. Mai verlängert. Das gab Ministerpräsidentin Malu Dreyer am späten Mittwochnachmittag in einer Pressekonferenz bekannt.

„Die Kontaktbeschränkung muss leider weiterhin bleiben. Wir haben heute zudem miteinander festgelegt, dass es bis zum 31. August keine Großveranstaltungen in Deutschland geben kann“, so Dreyer. Eine Definition für Großveranstaltungen habe man bewusst nicht getroffen. „Alle größeren Events im Sommer werden so nicht stattfinden können. Wahrscheinlich kommt es in zwei Wochen zu näheren Definitionen“, so Dreyer. Über die Bundesliga habe man gar nicht gesprochen, das sei an die Sportminister weitergegeben worden. „Das Gebot besonderer Hygienemaßnahmen gilt vor allem jetzt bei den Lockerungen. Abstand halten bleibt weiterhin das Gebot der Stunde.“

Demnach werden auch Schulen, Kitas und Hochschulen in den nächsten beiden Wochen geschlossen bleiben. Anders sieht es dagegen in kleineren Geschäften bis 800 Quadratmeter aus: Diese dürfen ab dem 20. April unter bestimmten Hygieneauflagen und Beschränkungen der Kundenanzahl wieder öffnen. Genauso auch Autohäuser, Fahrradhändler, Buchläden und Kommunikationsdienstleister (wir berichteten). Friseure dürfen ab dem 4. Mai ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Es gilt dennoch: Das Tragen der einfachen Gesichtsmasken wird vor allem in Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln dringend empfohlen. „Wir werden den Bürgern das Benutzen der Alltagsmasken im öffentlichen Raum und beim Einkaufen dringend empfehlen“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel am Nachmittag. Auch Dreyer betont dies in ihrer Ansprache: „Dann macht es einfach Sinn, die Menschen dringend zu bitten, Masken zu tragen.“

Auch Kanzlerin Merkel äußerte sich in einer Pressekonferenz zu den aktuellen Entwicklungen: „Ich möchte allen Menschen in Deutschland ganz herzlich danken, die ihr Leben geändert haben, weil sie ihren Mitmenschen helfen wollen. Es zeigt, wenn etwas wirklich Gutes entstehen soll in unserem Land, dann entsteht das mit den Bürgern.“ Doch trotz der positiven Worte, mahnt sie zur Vorsicht: „Das was wir erreicht haben, ist ein Zwischenerfolg. Wir müssen jetzt ganz konzentriert weitermachen. Es darf jetzt kein falsches Vorpreschen geben. Wir müssen die Erfolge sichern, die wir erreicht haben.“

Deshalb wird das Kontaktverbot auch weiterhin gelten. „Wir haben uns geeinigt, dass Bürger weiterhin den Mindestabstand einhalten müssen, das gilt weiterhin, und Verstöße dagegen werden auch von Behörden geahndet. Wenn wir in kleinen Schritten öffentliches Leben zulassen, dann müssen wir die Infektionen viel genauer verfolgen. Das ist von ganz ganz entscheidender Bedeutung“, so Merkel. Am 30.April wollen sich Merkel und die Ministerpräsidenten erneut beraten. (nl)

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