Dreyer: Gottesdienste ab Mai wieder möglich machen

Schutzkonzept als Voraussetzung

Dreyer: Gottesdienste ab Mai wieder möglich machen

Gottesdienste sollen ab Mai in Rheinland-Pfalz wieder stattfinden dürfen. Das gab Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Anschluss an eine Telefonkonferenz mit führenden Geistlichen des Landes, darunter auch Mainzer Bischof Peter Kohlgraf, bekannt.

Dreyer und die Spitzen der rheinland-pfälzischen Bistümer und Landeskirchen wollen Gottesdienste unter strengen Schutzauflagen möglichst von Mai an wieder zulassen. „Die Landesregierung und die Kirchen und Religionsgemeinschaften im Land wollen gemeinsam sehr schnell gute Lösungen für die Gläubigen finden“, sagte die Ministerpräsidentin. Demnach solle jeder die Möglichkeit erhalten, ab dem 30. April wieder Gottesdienste zu veranstalten. Voraussetzung dafür sei ein Schutzkonzept gemäß den jeweils aktuellen Vorgaben des Bundes und der Länder.

Im Bundesinnenministerium war vereinbart worden, dass man darauf hinarbeiten wolle, Gottesdienste unter der Einhaltung strenger Auflagen ab dem 30. April wieder zuzulassen. Die Eckpunkte sollen in der kommenden Woche mit Bund und Ländern abgestimmt werden. Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing dankte der Ministerpräsidentin dafür, dass die Landesregierung den religiösen Belangen der Menschen eine solche Aufmerksamkeit zukommen lasse. „Jetzt ist es notwendig, den Blick nach vorne zu richten und behutsam Konzepte zu entwickeln, wie auch das religiöse Leben in Gottesdiensten und Seelsorge Schritt für Schritt wieder stärker öffentlich gestaltet werden kann“, so Bischof Bätzing.

Dennoch seien sich die Ministerpräsidentin und die Spitzen der evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer einig gewesen, dass eine schrittweise Wiederzulassung öffentlicher Gottesdienste nach dem 30. April noch keine Rückkehr zu den Verhältnissen vor der Pandemie bedeuten könne. Es müsse vor Ort sehr genau geschaut werden, ob die Schutzmaßnahmen tatsächlich eingehalten würden. Der Gesundheitsschutz der Gläubigen und der Seelsorger müsse immer an erster Stelle stehen. In den kommenden Tagen werden dazu auch Gespräche der Landesregierung mit der jüdischen Gemeinschaft und mit dem Runden Tisch Islam geführt. (ts)

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