Inzidenz sinkt trotz Wegfalls der Maßnahmen – woran liegt das?

Seit dem 3. April gibt es in Rheinland-Pfalz fast keine Corona-Regeln mehr. Dennoch sinkt die Inzidenz in Mainz und Mainz-Bingen immer weiter ab. Wie passt das zusammen?

Inzidenz sinkt trotz Wegfalls der Maßnahmen – woran liegt das?

Erstmals seit mehr als einem Monat liegt die Mainzer Sieben-Tage-Inzidenz wieder unter 1000. Schon seit dem 29. März sinken die Infektionszahlen kontinuierlich. Dass am 3. April fast alle Corona-Regeln aufgehoben wurden, hat offenbar keinen Einfluss auf diese Entwicklung. In Mainz-Bingen sieht es auf etwas höherem Niveau ähnlich aus (wir berichteten). Ist der Höhepunkt der Omikron-Welle also überschritten? Oder wird einfach nur weniger getestet?

Das Gesundheitsamt rechnet eher mit ersterem. „Die Fallzahlen gehen bundesweit zurück, so auch in Mainz und Mainz-Bingen. Die vielen Menschen, die sich im ersten Quartal angesteckt haben, werden sich in aller Regel nicht erneut im April infizieren können“, so eine Sprecherin der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Hinzu komme der saisonale Effekt: „Ein Rückgang im Frühjahr beziehungsweise in der wärmeren Jahreszeit war zu erwarten, ähnlich wie im vergangenen Jahr.“

Zur Testfrequenz im Mainzer Raum liegen dem Gesundheitsamt keine Zahlen vor. „ Aber es ist zu vermuten, dass auch die Testzahlen zurückgehen, da einige Testverpflichtungen jetzt weggefallen sind. So zum Beispiel der Wegfall von 3G-Regeln oder der Wechsel auf Freiwilligkeit bei den Tests in den Schulen“, so die Sprecherin.

Unabhängig davon rechnet das Gesundheitsamt aber mit einem weiteren kontinuierlichen Absinken der Zahlen. Die Sprecherin sagt: „Es ist zu hoffen und die Indizien sprechen dafür, dass auch hier der Höhepunkt der Welle überschritten ist.“

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