Biontech bestätigt Millionendeal mit EU-Kommission

Ministerpräsidentin Dreyer dankt Wissenschaftlern

Biontech bestätigt Millionendeal mit EU-Kommission

Am Montag verkündete das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen „Biontech“, dass ein entscheidender Durchbruch in der Erforschung eines Corona-Impfstoffs gelungen sei (wir berichteten). Am Mittwoch folgten die nächsten positiven Nachrichten von „Biontech“: 200 Millionen Dosen des Impfstoffs gehen an die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Zudem sicherte sich die EU-Kommission die Möglichkeit auf weitere 100 Millionen Dosen.

Wie „Biontech“ und der US-Pharma-Konzern „Pfizer“ weiter erklärten, soll die Lieferung bereits Ende 2020 erfolgen - zumindest dann, wenn eine behördliche Genehmigung erteilt wird. Die Impfstoffdosen für den europäischen Markt werden in den deutschen „Biontech“-Produktionsstätten und in der Pfizer-Produktionsstätte in Belgien hergestellt. Sollte die Zulassung des Impfstoffs erfolgen, wird die EU-Kommission die Verteilung der Impfstoffdosen an die Mitgliedsstaaten übernehmen.

„Wir möchten uns bei der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten für das Vertrauen in unseren Impfstoff und ihre Unterstützung bedanken. Nur gemeinsam können wir unser Ziel erreichen, einen sicheren und wirksamen Impfstoff zu entwickeln, der dazu beitragen kann, diese Pandemie zu beenden“, sagte Ugur Sahin, Geschäftsführer und Mitgründer von „Biontech“.

Ministerpräsidentin Dreyer „stolz“

Am Mittwoch äußerte sich zudem die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zu den Erfolgsmeldungen des Mainzer Unternehmens. „Ich bin doppelt stolz: Die 2008 gegründete ‘Biontech AG’ basiert auf einer erfolgreichen Forschungs- und Entwicklungsgeschichte am Wissenschaftsstandort Mainz“, so die Ministerpräsidentin. Die wissenschaftlichen Wurzeln dieses Erfolges lägen auch in den vom Land unterstützten Forschungsarbeiten der Universitätsmedizin Mainz. Zudem erklärte Dreyer, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung derzeit mit aller Kraft daran arbeite, die Verteilung des Impfstoffs im Land vorzubereiten. (df)

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