120 Millionen Dosen: Biontech schließt neue Liefervereinbarung ab

Lieferung möglicherweise Anfang 2021

120 Millionen Dosen: Biontech schließt neue Liefervereinbarung ab

„Biontech“ hat die nächste Vereinbarung über die Lieferung eines Corona-Impfstoffs abgeschlossen. Das teilt das Mainzer Unternehmen mit.

Die Vereinbarung sieht eine Lieferung von 120 Millionen Dosen nach Japan vor. Diese soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung oder Zulassung im ersten Halbjahr 2021 erfolgen. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Unternehmen haben bereits Liefervereinbarungen mit Großbritannien und den USA geschlossen.

Der mögliche Impfstoff gegen das Coronavirus befindet sich derzeit in der klinischen Entwicklung. Gerade ist eine weltweite Studie zum Impfstoffkandidaten BNT162b2 gestartet (wir berichteten). Testen wollen „Biontech“ und der Pharma-Konzern Pfizer den Impfstoff an bis zu 30.000 Probanden zwischen 18 und 85 Jahren. Die Sicherheits- und Wirksamkeitsstudie hat in den USA begonnen und soll weltweit auf rund 120 Studienzentren ausgeweitet werden. Dabei sollen den Probanden zwei 30-Mikrogramm-Dosen des Impfstoffs gespritzt werden. In die Studie eingeschlossen werden sollen auch Regionen mit hohem SARS-CoV-2-Übertragungsrisiko. So wollen „Biontech“ und Pfizer untersuchen, ob der Impfstoffkandidat eine Covid-19-Infektion erfolgreich verhindert.

Wenn die Studien erfolgreich verlaufen, gehen Pfizer und Biontech davon aus, bereits im Oktober 2020 „eine bedingte Markterlaubnis oder eine andere Form der behördlichen Genehmigung“ beantragen zu können. Bis Ende 2020 könnten weltweit bis zu 100 Millionen Dosen und bis Ende 2021 möglicherweise mehr als 1,3 Milliarden Dosen hergestellt werden. (mm)

Logo