Autohaus Honrath in Insolvenz

Betrieb soll weiterhin laufen

Autohaus Honrath in Insolvenz

Die Corona-Krise hat in den vergangenen Monaten viele Branchen hart getroffen. Auch Autohäuser und Fahrzeughersteller blieben nicht verschont. Wie stark die Auswirkungen der Krise sind, zeigt nun die Insolvenz des Autohaus Honrath. Ende Juni hatte das Autohaus die Insolvenz offiziell bekanntgegeben.

Die Störung von Lieferketten, der Produktionsstillstand und die Schließung der Verkaufsflächen habe das Hauptgeschäft der Automobilhersteller im März 2020 um circa 38 Prozent einbrechen lassen, erklärt Geschäftsführer Sven Groetzner. Zudem hätten die Schließung des Verkaufs in der Hauptsaison von Mitte März bis Mitte April sowie die geringe Nutzung der Werkstatt-Serviceleistungen zu einem erheblichen Verlust und zu Liquiditätsengpässen geführt. Dem wolle man nun konsequent begegnen. Dazu habe man den Weg der „Sanierung in Eigenverwaltung“ gewählt.

Dies hat die Heinrich Honrath Kfz GmbH beim Amtsgericht Bingen beantragt. „Der gesamte Geschäftsbetrieb geht weiter, vom Fahrzeugverkauf bis zum Werkstattbetrieb“, so Groetzner. Die Finanzierung der Löhne und Gehälter wolle man nun über die Insolvenzgeldvorfinanzierung als erstes sicherstellen. „Ich hoffe natürlich, dass die Kunden uns treu bleiben.“ Als Sanierungsexperten habe man sich mit Dr. Harald Schwartz den Inhaber der Nürnberger Kanzlei SRI an Bord geholt.

Der Geschäftsführer schaut trotz der Krise „hoffnungsfroh in die Zukunft“: „Wir sanieren das Unternehmen und stellen uns völlig neu auf. Wir werden gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen.“ Dies sei der beste Weg, um die begonnene Sanierung „mit ganzer Kraft zu Ende zu führen“, erklärt Groetzner. (df)

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