Erste Apotheken bieten Impfungen an

Nach langen Genehmigungsverfahren dürfen nun auch die Apotheken seit Dienstag gegen Corona impfen. Warum diese Erlaubnis trotz aktuell geringer Nachfrage sinnvoll sein kann und welche Mainzer Apotheken den Service anbieten.

Erste Apotheken bieten Impfungen an

Seit November bestand der Plan, auch Apothekern zu erlauben, Corona-Schutzimpfungen zu verabreichen. Am Dienstag nun haben die ersten Apotheken mit den Impfen begonnen.

Wie die Landesapothekenkammer Rheinland-Pfalz (LAK) berichtet, seien knapp 70 Apotheken im Bundesland „impfbereit“. Letzte Voraussetzung für den Impfstart sei die Anbindung an das Digitale Impfquoten-Monitoring gewesen. Noch vor einigen Wochen hatte eine Sprecherin der LKA gegenüber Merkurist erklärt, dass viele Rahmenbedingungen noch nicht festgelegt seien, etwa welche Regelungen vor Ort gelten sollten, wo und wie viel Impfstoff die Apotheker bestellen können und wie die Impfungen honoriert und abgerechnet werden sollen (wir berichteten).

Zwar werde die Omikron-Welle wohl auch durch das Impfen in den Apotheken nicht mehr gebrochen werden, sagt nun Peter Stahl, Präsident der Landesapothekerkammer Rheinland-Pfalz. „Das Corona-Virus hielt aber schon bisher einige Überraschungen für uns parat. Daher ist es besser, frühzeitig langfristig zu denken und auch die Vor-Ort-Apotheken in die Impfinfrastruktur einzubinden.“ So stünden die Apotheken etwa bereit, wenn die Stiko weitere Booster-Impfungen empfehlen sollte, weitere Impfstoffvarianten angeboten werden oder aber das Virus weiter mutiere.

Zwei Mainzer Apotheken impfen bereits

Prinzipiell könne jede Apotheke selbst entscheiden, ob sie Impfungen übernehmen möchte oder kann – ob sie also alle Voraussetzungen, wie etwa geeignete Räumlichkeiten und erforderliche Schulungen erfüllt. In Mainz bieten bereits zwei Apotheken Covid-19-Impfungen an: Die Stern Apotheke in der Boppstraße sowie die Phoenix-Apotheke an der Goldgrube.

„Die Pandemie fordert weiterhin alle Kräfte heraus, auch und gerade im Gesundheitswesen: Ärzte, Pfleger, Therapeuten und Apotheker“, so Stahl. „Mit dem Impfen tritt die Apothekerschaft nun in eine neue Phase ein, nachdem sie der Pandemie bereits an vielen Fronten Paroli bietet, sei es bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln, der Maskenverteilung, der Durchführung von Corona-Tests, der Ausstellung digitaler Impfzertifikate, dem Botendienst oder dem ehrenamtlichen Einsatz in Impfzentren und mobilen Impfteams – und nicht zuletzt bei der Impfstoffforschung und -produktion."

Welche Apotheken die Corona-Schutzimpfungen anbieten könnt ihr hier nachschauen.

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