Polizei zieht Bilanz nach „Querdenker“-Demos in Mainz und Wiesbaden

Mehrere Ordnungswidrigkeitsverfahren und viele ärztliche Atteste

Polizei zieht Bilanz nach „Querdenker“-Demos in Mainz und Wiesbaden

Am heutigen Samstag hat die Gruppe „Querdenken“ bundesweit in mehreren Städten demonstriert. Auch in Mainz und Wiesbaden waren Anhänger der Protestbewegung, die sich gegen die Corona-Regeln ausspricht, auf der Straße. Es gab außerdem mehrere Gegendemonstrationen. Das teilen die Polizei Mainz und Wiesbaden mit.

Mainz

In Mainz fanden neben der „Querdenken“-Kundgebung auch weitere Versammlungen und eine Mahnwache am Adenauer-Ufer statt, die sich thematisch gegen die Bewegung richteten. Die Versammlungsbehörde der Stadt Mainz erließ im Vorfeld mehrere Auflagen. Die Teilnehmer mussten unter anderem Abstände einhalten und Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Im Laufe der Versammlungen musste die Mainzer Polizei mehrfach und auch mithilfe von Lautsprecherdurchsagen auf die Einhaltung der Regeln hinweisen.

Insgesamt wurden außerdem 68 Personen kontrolliert und 12 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet - davon zehn Verfahren wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht und zwei wegen des Konsums von Alkohol auf öffentlichen Plätzen. 58 Personen legten ein ärztliches Attest zur Ausnahme der Maskenpflicht vor.

Außerhalb der Versammlungsflächen kontrollierten die Einsatzkräfte 39 Personen. Dabei stellten sie sieben Verstöße gegen die Coronavorschriften fest. Im Laufe der Versammlungen wurde zudem je eine Strafanzeige wegen Beleidigung, Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Nach Zünden eines Rauchtopfes leiteten die Beamten außerdem ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ein.

Wiesbaden

An den Reisinger- und Herbertanlagen am Wiesbadener Hauptbahnhof fanden am Nachmittag zwei Versammlungen mit gegensätzlichen Meinungen statt. Zeitweise nahmen bis zu 1000 Personen teil. Die Polizei trennte beide Gruppen, sodass die Versammlungen störungsfrei stattfinden konnten. Teilweise trugen die Teilnehmer keine Mund-Nasen-Bedeckung und hielten den Mindestabstand nicht ein. Außerdem musste die Polizei Personenansammlungen auflösen.

Auf dem Bahnhofsvorplatz, in der Friedrich-Ebert-Allee, auf dem Luisenplatz sowie über die gesamte Wiesbadener Innenstadt verteilt hielten Vereine und Bündnisse ebenfalls kleinere Versammlungen ab. Auch Informationsstände politischer Parteien wurden aufgebaut. Nachdem die Anmelder ihre Veranstaltungen ab 18:30 Uhr auflösten, bewegten sich mehrere Gruppen in Richtung Landtag. Dabei kam es zu einer Widerstandhandlung, weil die Polizei den Bereich absperrte. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.

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