Ab Freitag gelten neue Quarantäne-Regeln

Isolation wird verkürzt, für manche Gruppen fällt sie ganz weg

Ab Freitag gelten neue Quarantäne-Regeln

Am Freitag (14. Januar) wird sich in Rheinland-Pfalz einiges in Sachen Corona ändern. Das gilt nicht nur für die Testpflicht, die dann für frisch Geimpfte und Genesene wegfällt (wir berichteten), sondern auch für die Quarantäne-Regeln.

Bereits seit Dienstag werden Kontaktpersonen, die eine Auffrischungsimpfung vorweisen können, von der Quarantäne ausgenommen. Ab Freitag entfällt die Quarantänepflicht auch für Kontaktpersonen, deren zweite Impfung oder Ansteckung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Für alle Übrigen endet die Quarantäne in der Regel nach zehn Tagen. Sie können sich aber nach einer nachgewiesenen Infektion oder als Kontaktperson nach sieben Tagen durch einen PCR- oder zertifizierten Antigen-Schnelltest „freitesten“ (mit Nachweis). Bisher gilt für Kontaktpersonen einer infizierten Person eine strikte Quarantäne von 14 Tagen, die nicht durch einen negativen Test vorzeitig beendet werden kann.

Andere Regeln für Krankenhauspersonal und Schüler

Die Quarantäne für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen kann sieben Tage nach der Infektion nur durch einen PCR-Test beendet werden, wenn die Betroffenen zuvor 48 Stunden symptomfrei waren. Für Schüler und Kinder in der Kinderbetreuung kann die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen PCR- oder Antigenschnelltest beendet werden, da sie regelmäßig getestet werden. Ausnahmen von der Quarantäne sind möglich bei bestehendem hohen Schutzniveau (etwa tägliche Testungen oder Maskenpflicht).

Die Anpassung der Quarantäneregelungen ist laut Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) vertretbar, weil die Infektionen mit der Omikron-Variante auch nach Meinung des Expertenrates der Bundesregierung einen milderen Krankheitsverlauf zeigten. „Die Bürger und Bürgerinnen sollen darauf vertrauen können, dass nicht das ganze Land gleichzeitig in Isolation geht und die Einrichtungen der kritischen Infrastruktur schlimmstenfalls wegen Personalausfällen nicht funktionsfähig sind“, so Dreyer.

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