Für den 1. FSV Mainz 05 endete der Traum von der Conference League am Donnerstagabend in einer herben Enttäuschung. Nach einer deutlichen 0:4-Niederlage im Viertelfinale bei Racing Straßburg ist der Bundesligist aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Doch nicht nur das Ergebnis sorgte für Frust, denn nach dem Schlusspfiff kam es auf dem Spielfeld zu unschönen Szenen.
Wie mehrere Medien berichten, eskalierte die Situation unmittelbar nach dem Spiel. Auslöser war demnach eine provokante Jubel-Aktion des Straßburger Profis Martial Godo, der mit der Eckfahne direkt vor dem Mainzer Fanblock feierte. Daraufhin rannte Nationalspieler Nadiem Amiri auf ihn zu und schubste ihn. Auch sein Teamkollege Philipp Tietz war sofort zur Stelle und stellte den Straßburger zur Rede.
Schnell entwickelte sich aus der Auseinandersetzung ein Gerangel, an dem Spieler beider Mannschaften beteiligt waren und Kopf an Kopf gerieten. Mehrere Ordner mussten eingreifen, um die beiden Lager zu trennen und die Lage zu beruhigen.
„Hat nichts mit Respekt zu tun“
Für Nadiem Amiri hatte sein Eingreifen noch ein Nachspiel: Er sah für seine Reaktion im Getümmel nach dem Schlusspfiff die Rote Karte. Auch eine weitere Provokation wurde geahndet: Der Straßburger Ismael Doukouré hängte triumphierend ein Trikot über die Eckfahne vor der Mainzer Kurve und sah dafür die Gelbe Karte.
Der Mainzer Spieler Paul Nebel fand deutliche Worte für das Verhalten des Gegners. „Das geht für mich gar nicht. So was gehört sich nicht, das hat für mich nichts mit Respekt zu tun“, sagte er über die Aktion des französischen Spielers.
Auch Trainer Urs Fischer war nach der Partie sichtlich bedient und übte scharfe Kritik an der Leistung seiner Mannschaft. „Sie haben uns aufgefressen. Es war wirklich unterirdisch“, erklärte er am RTL-Mikrofon. Man habe zu keinem Zeitpunkt Ruhe oder Kontrolle über das Spiel gehabt. Mit Blick auf das letzte Gegentor wurde er noch deutlicher: „Da hat man sich aufgegeben.“