Mehr Solarstrom auf dem Unicampus, ein besseres Verkehrssystem und die Wahrnehmung von Klima-Berichterstattung auf Merkurist: Knapp ein Jahr lang haben Mainzer Studierende an eigenen Projekten rund um den Klimaschutz gearbeitet. Was dabei herausgekommen ist, haben die Teams zum Semesterende vorgestellt. Ab April gibt es dann die Chance, diese Projekte weiterzuführen – oder mit einer komplett neuen Idee zu starten.
Bevor das „Climate Lab“ der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) im April in die zweite Runde geht, haben die Teilnehmer des vergangenen Jahres ihre Ergebnisse präsentiert. Fünf Projektgruppen haben sich damit auseinandergesetzt, wie sie selbst etwas für den Klimaschutz in Bewegung setzen können.
„Lass reden“
Das Projekt „Lass reden“ hat versucht, mit anderen Menschen über die Klimakrise zu sprechen – auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Bei Glühwein- und Waffelverkäufen und mithilfe einer Sticker-Aktion haben die Studierenden das Gespräch mit Passanten gesucht. Das Ergebnis: Mit Fremden ein offenes und konstruktives Gespräch über Klimathemen zu führen, sei gar nicht so einfach. Häufig fühlten sich Leute persönlich angegriffen oder würden das Thema lieber vermeiden. Wie man diese Probleme überwinden kann, könnten neue Teilnehmer ab April untersuchen.
Photovoltaik auf dem Campus
Wo gibt es bereits Solaranlagen auf dem Campus? Wo könnten noch welche installiert werden? Mit diesen Fragen hat sich ein anderes Team aus dem Climate Lab beschäftigt. Da dieses Projekt erst später zum Climate Lab dazu kam, ist es noch nicht ganz abgeschlossen und könnte ebenfalls ab April weitergeführt werden.
Nachhaltiger Verkehr auf dem Campus
Eine weitere Projektgruppe hat im Auftrag des JGU-Kanzlerbüros untersucht, wie man den Anfahrtsweg zur Uni nachhaltiger und gleichberechtigter gestalten kann. Deshalb hat sie Studierende und Mitarbeiter der JGU befragt, wie sie am liebsten zur Uni kommen – und was noch verbesserungswürdig ist. Das Ergebnis: Viele halten den ÖPNV für überfüllt und unzuverlässig, andere bemängeln die Fahrradwege in der Stadt. Einige sind auf das Auto angewiesen und wünschen sich bessere Straßen und Parkmöglichkeiten auf dem Campus. Wie man diese Probleme konkret angehen kann, könnte ab April eine neue Projektgruppe untersuchen.
IT goes Green
Wie kann der IT-Bereich nachhaltiger werden? Und wie kann die IT dazu beitragen, andere Bereiche grüner zu machen? Diese Fragen sollten eigentlich bei einer Diskussionsrunde Ende Januar besprochen werden. Diese mussten jedoch aufgrund eines Bahnstreiks abgesagt werden. Das muss allerdings nicht das Ende des Projekts sein: Auch hier gibt es die Möglichkeit, das Thema ab April in einer neuen Gruppe weiterzuführen.
Klima-News bei Merkurist
Die fünfte Projektgruppe des Climate Labs hat gemeinsam mit Merkurist untersucht, wie Beiträge zu Klima- und Umweltthemen von den Lesern wahrgenommen werden. Dafür hat das Team eine Umfrage gestartet, Snips erstellt und Kommentare ausgewertet. Dabei hat sich gezeigt, dass die meisten Merkurist-Leser sich selbst als klimabewusst einschätzen und Klima-Themen auf Merkurist als informativ wahrnehmen. Bei den Kommentaren sieht es jedoch anders aus: Dort überwiegt häufig die gegenteilige Wahrnehmung.
Noch bis Donnerstag (8. Februar) um 13 Uhr können sich Studierende der JGU für das nächste „Climate Lab“ anmelden. Weitere Chancen gibt es in der zweiten Anmeldephase (8. bis 11. April) und in der ersten Vorlesungswoche des neuen Semesters (15. bis 19. April). Mehr Infos zum „Climate Lab“ und dem Zukunftsmodul der Uni Mainz findet ihr hier.