Diese Popstars kommen aus Mainz und Umgebung

Musik made in Mainz - gleich mehrere bekannte Popstars stammen aus der Region. Wir geben Euch einen Überblick über die Chart-Stürmer aus Mainz. Heute: Teil 1.

Diese Popstars kommen aus Mainz und Umgebung

Hip-Hop-Stars, Schlager-Queen, Top-DJ: Aus Mainz und Umgebung kommen gleich mehrere Popstars. Wir stellen sie euch in unserer Serie vor. Im ersten Teil gibt es Top-Stars aus den unterschiedlichsten Musikgenres.

DJ Taucher

Dazu gehört auch ganz sicher Ralph Armand Beck, besser bekannt als (DJ) „Taucher“. Zu seinem Künstlernamen kam der gebürtige Bischofsheimer Anfang der 90er-Jahre aus einer „Sauflaune“ heraus, wie er in einem „Club Rotation“-Interview verriet. „Ich wollte mit meinen ganz normalen Mainzer Klamotten Eintritt in die Frankfurter Kultdisco 'Omen' bekommen und kam nicht rein. Dann hab ich mich entschlossen, mir einen Taucheranzug anzuziehen, weil der zufällig bei mir auf dem Speicher lag.“ Mit seinem Taucheranzug habe er dann schließlich Einlass bekommen und ab da an sei er 'der Taucher' gewesen, so Beck.

Kurze Zeit später startete Taucher dann als Trance-DJ durch. Dabei kam er zum Plattenauflegen „wie die Jungfrau zum Kinde“, wie er in einem NBC-Giga-Interview sagte. „Ich war sechseinhalb Jahre bei der Bundeswehr, kurz vorm Feldwebellehrgang. Dann haben sie mich rausgeschmissen, weil ich zu intensiv auf Techno-Partys gefeiert habe.“ In den 90ern und Anfang der 2000er-Jahre platzierte sich Taucher mit seinen Singles (unter anderem: „Fantasy, Infinity und Miracle“) mehrfach in den Deutschen Top 100 Single-Verkaufscharts. Einer seiner kommerziell größten Hits ist „Bizarre/Child of the Universe“. In den vergangenen 20 Jahren legte Taucher bei allen großen Techno-Events, wie Mayday und Loveparade, auf und reist heute für seine Auftritte um die ganze Welt.

Lori Stern (Squeezer)

In den 90er-Jahren wurde auch Andrea Steinitz zum Popstar. Bekannt wurde die Mainzerin unter ihrem Künstlernamen „Lori Stern“. Die größten Charterfolge gelangen ihr als Sängerin der Euro-Dance-Formation „Sqeezer“. Hits wie „Blue Jeans“ (Platz 16), „Sweet Kisses“ (Platz 24) und „Without you“ (Platz 10) platzierten sich regelmäßig in den Hitparaden.

Noch während ihrer Zeit bei Sqeezer übernahm Stern die Moderation von „Bravo TV“. Anfangs noch mit orangen Haaren präsentierte sie von 1997 bis 1998 Berichte über Stars aus der Musikwelt und „Dr. Sommer“-Aufklärungsbeiträge. Bei vielen noch bekannt ist ihr Abschiedsgruß in der Sendung: „Lori Stern hat Euch gern“. 2001 verließ Stern Sqeezer und startete schließlich ihre zweite Karriere als Schauspielerin, ab da unter dem Namen Loretta Stern. Seit 2003 ist Stern zudem Sängerin der Chanson-Band „Mathilda“.

Separate

„Hip Hop-Metropole Mainz?“ - so lautet der erste Satz in Separates Biographie auf der Musik-Seite laut.de. Der Rapper trage dazu bei, „Mainz' Eintrag auf der Landkarte für Beats & Rhymes zu rechtfertigen“. Sebastian Faisst, so der bürgerliche Name des Rappers, ist gebürtiger Mainzer. Ende der 90er Jahre nahm er in Wiesbaden an diversen Freestyle-Battles teil und lernte dort auch den Berliner Rapper Kool Savas kennen, dem er ein Demotape mitgab. Mithilfe von Savas veröffentlichte er über das Independent-Label „Royal Bunker“ 2003 sein Debütalbum „ÜberlegDirWasDuSagst“. Ein Jahr später gründete er das „Buckwheats“-Label. In Berlin hatte Separate auch Prinz Porno kennengelernt, mit dem er Ende 2004 das Kollaboalbum „1. Liga“ bei „Buckwheats“ aufnahm.

Kollegah

Separates wohl größter Feind unter den Rappern ist Kollegah, einer der größten Stars der Szene. Zwar ist er nicht in Mainz geboren oder aufgewachsen, aber eng mit der Stadt verbunden. Felix Blume, wie Kollegah mit bürgerlichem Namen heißt, rappte früher Zeilen wie „Ich bin in Mainz der King, Du bist ein kleines Kind aus der Kleinstadt Bingen“. Seit 2009 ist Kollegah an der Johannes Gutenberg-Universität in Jura eingeschrieben und laut eigener Aussage scheinfrei. Seit längerer Zeit liegt das Studium aber auf Eis. Viele seiner Alben - wie „King“, „Zuhältertape Vol. 4“, „Imperator“ und „Jung, brutal, gutaussehend 3“ (mit Farid Bang) - landeten auf Platz eins der Charts.

Helene Fischer

Mit mehr als elf Millionen verkauften Tonträgern zählt Helene Fischer zu den erfolgreichsten Sängerinnen Deutschlands. Mit ihren Alben „Für einen Tag“, „Farbenspiel“ und „Helene Fischer“ landete die in Krasnojarsk geborene und in Wöllstein aufgewachsene Fischer jeweils auf Platz eins der Charts. Ihr größter Hit „Atemlos“ (Platz 3 der Single-Charts) dürfte wohl sogar Heavy Metal-Fans bekannt sein. Sie wurde unter anderem mit 16 Echos, drei Bambis und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

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