Julia Klöckner: Rückzug aus der Landespolitik

Julia Klöckner will nicht mehr als Landesvorsitzende der CDU in Rheinland-Pfalz antreten.

Julia Klöckner: Rückzug aus der Landespolitik

Die CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner zieht sich aus der Landespolitik zurück. Das teilte die 48-Jährige bei einer Vorstandssitzung des Landesverbands Rheinland-Pfalz in Mainz mit. Nach zehn Jahren wolle sie bei der Vorstandswahl am 20. November nicht mehr kandidieren.

Sie habe diesen Schritt schon vor längerer Zeit mit ihrer Familie besprochen, ist bei der CDU Rheinland-Pfalz zu erfahren. Damit wolle sie eine Erneuerung ihrer Partei anstoßen. „Wir wollen die kommenden Wochen für die Neuaufstellung nutzen, um unsere Basis breit einzubinden und die neue Führung mit einem starken Votum für die Zukunft auszustatten“, so Klöckner. Sie habe dem Landesvorstand vorgeschlagen, gemeinsam mit den kommunalen Verbänden und Regionen zu besprechen, wie die Partei sich inhaltlich und personell am besten neu aufstelle.

Klöckner erreichte bei der Bundestagswahl in ihrem Wahlkreis Kreuznach 29,1 Prozent der Erststimmen, die SPD kam auf 33 Prozent. Über die Landeslisten-Plätze wird sie mit Thomas Gebhart dennoch in den Bundestag einziehen.

Ihr Rücktritt sei damit unabhängig von dem schlechten Abschneiden der CDU bei den Bundestagswahlen und der Kritik aus den eigenen Reihen, teilte Klöckner dem SWR mit. So hatte etwa Xaver Jung gefordert, Julia Klöckner solle ihr Amt als Landesvorsitzende zur Verfügung stellen.

Logo