Umfrage vor Rheinland-Pfalz-Wahl: SPD holt auf

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bleibt die CDU in einer Umfrage stärkste Kraft. Die SPD holt jedoch auf.

Umfrage vor Rheinland-Pfalz-Wahl: SPD holt auf

Zwei Monate vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März bleibt die CDU die stärkste politische Kraft im Land. Das geht aus dem aktuellen Rheinland-Pfalz-Trend von „infratest dimap“ im Auftrag des SWR hervor. Während die SPD zulegen kann, gibt es eine deutliche Verschiebung bei den Themen, die die Wähler am meisten beschäftigen.

Käme es jetzt zur Wahl, läge die CDU mit Kandidat Gordon Schnieder unverändert bei 29 Prozent. Die SPD mit Ministerpräsident Alexander Schweitzer käme auf 26 Prozent (+3 Prozentpunkte), liegt damit aber weiterhin deutlich unter ihrem Ergebnis von 2021 (35,7 Prozent). Die AfD würde mit 18 Prozent (-1) drittstärkste Kraft werden. Dahinter folgen die Grünen mit 10 Prozent. Die Linke würde mit 6 Prozent erstmals in den Mainzer Landtag einziehen, während die Freien Wähler mit 4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern würden. Die übrigen Parteien, darunter auch die mitregierende FDP und das BSW, kämen zusammen auf 7 Prozent.

Unzufriedenheit mit der Landesregierung wächst

Mit der Arbeit der Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP sind 44 Prozent der Befragten zufrieden, was einem Rückgang von fünf Prozentpunkten gegenüber der letzten Umfrage im Herbst entspricht. Eine Mehrheit von 50 Prozent äußert sich unzufrieden. Trotzdem würden 37 Prozent eine von der SPD geführte Landesregierung bevorzugen, 31 Prozent wünschen sich ein CDU-geführtes Kabinett.

Könnten die Rheinland-Pfälzer ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würden sich 34 Prozent für Amtsinhaber Alexander Schweitzer (SPD) entscheiden. Sein CDU-Herausforderer Gordon Schnieder erhielte 14 Prozent der Stimmen, Jan Bollinger von der AfD 8 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) positionierte sich bei dieser Frage nicht.

Bildung wird für Wähler zum wichtigsten Thema

Bei den drängendsten Problemen im Land hat das Thema Bildung, Schule und Ausbildung die Zuwanderung von Platz eins verdrängt. Für 29 Prozent der Befragten hat Bildung oberste Priorität (+6). Die Zuwanderungspolitik nennen 22 Prozent als wichtigstes Thema (-1), gefolgt von Mobilität und Verkehr (18 Prozent) sowie der Wirtschaft (13 Prozent).

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz trauen die Befragten der CDU am ehesten zu, Probleme in den Bereichen Wirtschaft und innere Sicherheit zu lösen. In der Bildungspolitik liegt sie fast gleichauf mit der SPD. Nur beim Thema soziale Gerechtigkeit sehen die Wähler die SPD klar vorne.