Kripo durchsucht Mainzer Geschäft

Auch Wohnung des Ladeninhabers durchsucht

Kripo durchsucht Mainzer Geschäft

Die Kriminalpolizei Mainz hat am Mittwoch, 20. Mai, ein Geschäft in Mainz durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass aus dem Geschäft heraus cannabidiolhaltige Pflanzenteile (sogenannter CBD-Hanf) verkauft werden. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Im Geschäft seien alleine mehr als 300 Verpackungen mit CBD-Blüten sichergestellt worden, die bereits für den Handel fertig abgepackt waren. Zudem fanden die Beamten CBD-Öle und weitere CBD-haltige Substanzen. Auch die Wohnung des 33-jährigen Inhabers wurde durchsucht. Dort stellten die Beamten unter anderem mehr als ein Kilogramm CBD-haltige Hanfprodukte sicher.

Wie es in der Pressemitteilung heißt, sei der Handel mit Cannabispflanzenteilen nur mit einer entsprechenden gesetzlichen Genehmigung erlaubt. Cannabispflanzenteile seien grundsätzlich Betäubungsmittel - ohne dass es auf eine konkrete „Berauschungsqualität oder Konsumfähigkeit“ ankommt. Der Handel wäre nur erlaubt, wenn ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen werden könne.

Weiter heißt es: „Die Ausnahmebestimmung soll das Marktpotenzial des Rohstoffes Hanf und seine Verwendungsmöglichkeiten zur industriellen und möglicherweise energetischen Verwendung erschließen und nicht die Bevölkerung mit THC-schwachen Zubereitungen zu persönlichen Konsumzwecken versorgen. Sie dient auch nicht dazu, das grundsätzliche Cannabisverbot aufzuweichen.“ Deshalb stelle der Erwerb der Produkte eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz dar und werde in jedem Fall zur Anzeige gebracht. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Durchsuchung beauftragt. (df)

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