„U1“ eröffnet am Mainzer Hauptbahnhof

Neues Lokal im ehemaligen „Biertunnel“: Neben dem Kiosk am Bahnhof soll bald das „U1“ eröffnen. Doch was erwartet die Gäste? Wir haben mit dem Inhaber gesprochen.

„U1“ eröffnet am Mainzer Hauptbahnhof

Die Erinnerung an den „Biertunnel“ ist langsam verblasst. Vor elf Jahren schloss das Lokal am Bahnhofsplatz 2, seitdem hatte nichts Neues mehr in den Räumen eröffnet. Im Jahr 2018 wollte dort eigentlich der Betreiber des Irish Pubs „Golden Harp“ einen neuen Pub eröffnen, doch daraus wurde nichts. „Ich habe mich damals dagegen entschieden“, sagt Besitzer Niyazi Karabey gegenüber Merkurist. Jetzt will er dort ein eigenes Lokal eröffnen.

Dafür hat Karabey seinen Kiosk obendrüber etwa auf die Hälfte verkleinert. „Als ich mit dem Kiosk 2014 gestartet bin, war es gar nicht mein Plan, unten auch noch ein Lokal zu eröffnen.“ Doch die strengeren Sperrstunden für Kioske (22 Uhr), die seit 2017 gelten, änderten seine Meinung. Weil dann eine Vermietung der Räume nicht zustande kam, verwirklicht Karabey jetzt seine eigene Idee: das „U1“.

Mischung aus Café und Bar

Der Name beziehe sich auf die unterirdische Lage des Lokals, das sich direkt unter den Bushaltestellen befindet. „Die letzten zwei Jahre haben wir alles komplett neu gemacht: Boden, Wände, Theke, Küche, Toiletten“, so Karabey. Auch eine Nutzungsänderung musste beantragt werden. „Wir warten noch auf das Okay vom Ordnungsamt, aber wir sind sicher, dass jetzt alle Auflagen erfüllt sind.“ Sollte das Amt sein „Go“ geben, könne das Lokal sofort eröffnen.

Das „U1“ sei eine Mischung aus Café und Bar. Zunächst wird es kein Essen geben, in naher Zukunft sei das aber geplant. Die Getränke gebe es sowohl zum Mitnehmen, als auch an den Tischen. Insgesamt gibt es rund 60 Sitzplätze. „Wir müssen abwarten, wie viele Plätze wir wegen Corona nutzen dürfen, aber hier ist zum Glück viel Platz“, sagt Karabey. Für die Gäste gebe es unter anderem Café, Bier, Whiskey und weitere Getränke, an der Theke außerdem Tabakwaren. Der Gastraum ist in Raucher- und Nichtraucherbereich abgetrennt.

Mit dem Lokal will Karabey auch die Nachtschwärmer ansprechen. „Wir wollen von 6 Uhr bis 5 Uhr öffnen.“ Ob es eine Eröffnungsfeier gebe, könne er jetzt noch nicht sagen. „Die Corona-Pandemie macht die ganze Planung sehr schwierig.“ (mm)

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