Rund 7,6 Millionen Euro hat die Stadt Mainz im vergangenen Jahr durch Bußgelder von Verkehrssündern eingenommen. Das geht aus Zahlen hervor, die das städtische Verkehrsüberwachungsamt dem Mobilitätsausschuss vorgelegt hat, wie die „Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Insgesamt seien 227.886 Bußgeldverfahren eingeleitet worden, so Amtsleiter Daniel Joseph. Zudem habe man 30.048 Bußgeld- und 759 Kostenbescheide erlassen sowie 3876 Abschleppverfahren durchgeführt. Bearbeitet wurden auch 1728 Einlassungen und 705 Einsprüche. 384 Verfahren seien an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden, weil festgestellt wurde, dass geblitzte Autofahrer über keine Fahrerlaubnis verfügten.
Mit den stationären „Vitronic-Speed“-Blitzern seien 47 Prozent (107.058) aller Fälle registriert worden. Knapp 2,6 Millionen Euro und damit 45 Prozent der Einnahmen stammen aus 103.053 Verwarnungen für Parkverstöße. Die mobilen Blitzer hätten sechs Prozent (14.233) der Fälle ausgemacht. Dass es hier weniger seien, liege daran, dass man auf Anliegen der Ortsbeiräte und Bürger eingehe und auch Messstellen mit wenig Verkehr anfahre, so Joseph.
Raser innerorts mit 98 km/h geblitzt
Am häufigsten geblitzt wurde in der Rheinhessenstraße mit 36,4 Überschreitungen pro Stunde. Es folgen Saarstraße (22,9), Mainzer Straße und Hechtsheimer Straße (je 18,9) und Peter-Altmeier-Allee (17,6). Den Raser-Rekord stellte ein Autofahrer auf, der am 11. November nachts in der Rheinallee mit 98 statt der erlaubten 30 Stundenkilometer gemessen wurde.
Bei den Parkverstößen stehen abgelaufene oder nicht gelöste Parkscheine (27 Prozent) an der Spitze. Dahinter folgen Missachtungen des absoluten Halteverbots (14 Prozent) und abgelaufene oder nicht benutzte Parkscheiben (11 Prozent). Bei 15 Fahrradaktionen wurden zudem 399 Schrotträder aus dem öffentlichen Raum entfernt.