Verschärfte Fahrkartenkontrollen in Mainz?

Regelmäßig werden Fahrkarten in Bussen und Bahnen kontrolliert. Besonders in letzter Zeit soll es häufig zu Kontrollen in Mainz gekommen sein. Doch was steckt dahinter?

Verschärfte Fahrkartenkontrollen in Mainz?

Täglich sind circa 180.000 Menschen in Mainz mit Bus und Bahn unterwegs. Dabei werden auch Fahrkarten kontrolliert - wohl auch öfters in letzter Zeit, wie ein Merkurist-Leser beobachtet hat. Doch sind es wirklich mehr als sonst? Und wenn ja, warum? Wurden etwa mehr Menschen beim Schwarzfahren erwischt?

Die MVG zieht Bilanz

„In den vergangenen Jahren betrug die erhöhte Beförderungsentgelt-Quote meist weniger als zwei Prozent“, sagt Michael Theurer, Pressesprecher der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG). Das ist die Anzahl der Fahrgäste, die ohne gültigen Fahrschein Bus und Bahn fahren. In Mainz bliebe sie seit einigen Jahren relativ konstant. Zum Vergleich: Andere Städte haben eine Quote von vier bis sechs Prozent.

Darunter fielen „Schwarzfahrer“, aber auch Fahrgäste, die vergessen haben ihren gültigen Fahrschein mitzunehmen. „Diese sogenannten ‘Grauzahler’ müssen dann auch keine 60 Euro zahlen“, so Theurer. Denn wer binnen sieben Tagen nachträglich die für die Fahrt gültige Fahrkarte vorzeigen kann, muss lediglich sieben Euro zahlen. Die MVG schätzt, dass jährlich rund eine halbe Million Euro an Fahrgeldeinnahmen durch Schwarzfahrer verloren gehe.

Regelmäßige Kontrollen

Grundsätzlich führten fest angestellte Kontrolleure sowie Mini-Jobber fast jeden Tag Fahrkartenkontrollen durch. „Pro Jahr werden im Schnitt etwa eine Million der insgesamt rund 56 Millionen Fahrgäste überprüft. Derzeit führen wir keine verstärkten Kontrollen durch“, sagt der MVG-Pressesprecher.

Zusätzlich würden Großkontrollen in unregelmäßigen Abständen mit mehreren Mitarbeitern und Unterstützung der Polizei unter anderem auch vor Schulstandorten gemacht. Das betreffe sowohl Fahrgäste in den Fahrzeugen, als auch aussteigende Fahrgäste auf den Bahnsteigen. Wer ohne gültigen Fahrschein erwischt werde, müsse zahlen, sagt Theurer. „Übrigens gibt es keine ‘Erfolgsbeteiligung’ des Kontrollpersonals oder Prämien für erwischte ‘Schwarzfahrer’.“ (df)

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