Am Donnerstag (10. September) werden in der ganzen Stadt die Sirenen heulen. Denn dann findet der Bundesweite Warntag statt. In Mainz werden die Sirenen laut der Stadt um 11 Uhr aktiviert.
Um 10 Uhr wird zunächst eine Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes versendet. Diese erscheint dann auf Warn-Apps wie NINA oder Katwarn, auf digitalen Werbetafeln und wird per „Cell Broadcast“ direkt an Mobiltelefone geschickt.
Um 11 Uhr werden die Sirenen dann mit dem Signal „Warnung der Bevölkerung“ ausgelöst. Dabei handelt es sich um einen einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton. Die Entwarnung folgt gegen 11:45 Uhr mit einem einminütigen, gleichbleibenden Dauerton. Die Entwarnung wird ebenfalls über die Apps und via Cell Broadcast verbreitet, bei letzterem jedoch ohne Ton. Ziel des Probealarms ist es laut Stadt, die Bevölkerung für das Thema Warnung zu sensibilisieren.
Über 70 Sirenen für Mainz
Die Stadt Mainz verfügt derzeit über 35 ältere Sirenen vom Typ E57 und 34 moderne elektronische Hochleistungssirenen. Seit 2023 läuft ein Ausbauprogramm, bei dem 36 neue Sirenen in allen Stadtteilen installiert werden. Bis Ende 2024 soll so eine flächendeckende Warnung möglich sein.
Nach Abschluss der Arbeiten werden über 70 Sirenen im Stadtgebiet zur Verfügung stehen. Die neuen Modelle können auch Sprachdurchsagen abspielen und funktionieren dank einer Batteriepufferung auch bei einem Stromausfall für mehrere Tage. Zusätzlich kann die Mainzer Feuerwehr über Lautsprecher an Einsatzfahrzeugen warnen:
Das bedeuten die Signale
Für die Bevölkerung sind vor allem zwei Signale wichtig. Der auf- und abschwellende Heulton für eine Minute bedeutet „Warnung“. Bürger sollen dann Schutz in einem Gebäude suchen, Fenster und Türen schließen, Lüftungsanlagen abschalten und sich über das Radio informieren. Die Notrufnummern 110 und 112 sollen nicht durch Nachfragen blockiert werden.
Der einminütige, gleichbleibende Dauerton signalisiert die „Entwarnung“ und hebt die Gefahr und die damit verbundenen Anweisungen wieder auf.
Außerdem gibt es noch den „Feueralarm“ (drei Töne von je zwölf Sekunden) zur Alarmierung der Feuerwehrkräfte und einen kurzen „Test“-Ton von 15 Sekunden, der für die Bevölkerung keine Bedeutung hat.