So stark sind die Wohnungspreise in Mainz und Wiesbaden gestiegen

Das Portal Immowelt hat untersucht, inwiefern die Preise für Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres gestiegen sind. In vielen Städten ist Wohneigentum für Normalverdiener kaum mehr bezahlbar.

So stark sind die Wohnungspreise in Mainz und Wiesbaden gestiegen

Wie stark sind die Preise für Wohnungen im vergangenen Jahr gestiegen? Dieser Frage ging nun der Anbieter Immowelt nach. Das Ergebnis der Studie: Während in den teuersten deutschen Großstädten die Preise auf dem Wohnungsmarkt nur „moderat“ gestiegen seien, würden viele günstige Städte nun nachziehen. Dort seien die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den vergangenen zwölf Monaten deutlich hochgegangen.

Wiesbaden teurer als Mainz

In Mainz lag der Quadratmeterpreis für eine 75 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung demnach bei 4570 Euro und ist damit im Vergleich zu 2021 um 15 Prozent gestiegen (vorher: 3970 Euro). In Wiesbaden hingegen beträgt die Erhöhung acht Prozent, die Quadratmeterpreise sind aber hier insgesamt teurer (2021: 4550 Euro, 2022: 4920 Euro).

Zum Vergleich: In der teuersten Stadt München stieg der Quadratmeterpreis von Bestandswohnungen in einem Jahr lediglich um drei Prozent, er ist aber immer noch fast doppelt so hoch wie in Mainz oder Wiesbaden (von 9190 auf 9500 Euro). In Hamburg haben sich die Eigentumswohnungen um sechs Prozent verteuert (von 6380 Euro pro Quadratmeter auf 6760 Euro), in Frankfurt um drei Prozent (auf 6520 Euro). Den stärksten Anstieg macht das Immobilienportal in Bochum aus (um 21 Prozent auf 2090 Euro aktuell). Ähnlich ist es in Solingen (20 Prozent) und Mönchengladbach (19 Prozent).

Untersucht wurden die Kaufpreise in 69 ausgewählten deutschen Großstädten im ersten Halbjahr 2022 und 2021, und zwar von Eigentumswohnungen im ersten Stock mit einer Größe von 75 Quadratmetern und drei Zimmern, die in den 1990er-Jahren gebaut wurden.

Aufgrund der gestiegenen Zinsen sei Wohneigentum in vielen Städten für Normalverdiener gar nicht mehr leistbar, so Immowelt. Daher werde auch die Nachfrage immer kleiner. So seien deutschlandweit die Anfragen für Kaufimmobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im zweiten Quartal 2022 um 17 Prozent gesunken.

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