Mainzer (18) gewinnt bei Jugend forscht

Elian Terelle entwickelt eine Zeitlupe mitsamt der nötigen Steuerungssoftware

Mainzer (18) gewinnt bei Jugend forscht

Bei dem bundesweiten Wettbewerb „Jugend forscht“ hat Elian Terelle vom Gonsenheimer Otto-Schott-Gymnasium den ersten Preis gewonnen. Für seine selbstgebaute Zeitlupe erhielt der 18-Jährige in der Kategorie Mathematik/Informatik den Bundessieg samt 4000 Euro Preisgeld.

Das System hatte Elian ursprünglich entwickelt, um es selbst nutzen zu können. Denn seit einiger Zeit schon störte ihn, dass er bei Bundesligaspielen des Volleyballteams die spannenden Szenen nicht in Zeitlupe anschauen konnte. Technik gab es zwar, aber die war viel zu teuer. Daraufhin entwickelte er ein eigenes System mitsamt der nötigen Steuerungssoftware. So kann er das Bild innerhalb von drei Sekunden zurückspulen und eine Wiederholung aufrufen – entweder in Originalgeschwindigkeit oder in Zeitlupe.

Was die Jury in Lübeck besonders beeindruckte: Elian programmierte alle Bestandteile seines Systems selbst, baute und stellte sie her. „Das Design und das Zusammenspiel aller Komponenten ist unter den Gesichtspunkten der Kosten, der Handhabbarkeit und der Qualität herausragend“, heißt es in der Beurteilung. Der Name seines Tools: „Low-Cost-Instant-Replay-System für den professionellen Einsatz“.

Der Preis wurde zum einen von der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung gestiftet, zum anderen von der Eduard-Rhein-Stiftung für Rundfunk-, Fernseh- und Informationstechnik.

Zweiter Preis für Ingelheimer in der Kategorie „Technik“

Ein weiterer Preis in der Kategorie „Technik“ bei „Jugend forscht“ ging nach Ingelheim: Clemens Czuprin (19) erhielt den zweiten Preis und 2000 Euro vom Verein Deutscher Ingenieure. Er entwickelte ein schnurloses, digitales Messinstrument, etwa für Licht, Spannung, Temperatur oder Beschleunigung. Auch die Software, das Gehäuse aus dem 3D-Drucker sowie die Platine entwarf er selbst.

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