Ab Donnerstag: Keine FFP2-Maskenpflicht mehr im ÖPNV

Ab Donnerstag ist die Bundesnotbremse in Mainz nicht mehr gültig. Für ÖPNV-Kunden fällt damit die FFP2-Pflicht in Mainzer Bussen und Bahnen weg. Medizinische Masken müssen aber weiterhin getragen werden.

Ab Donnerstag: Keine FFP2-Maskenpflicht mehr im ÖPNV

Seit Ende April mussten Fahrgäste der Mainzer Mobilität (MM) in Bussen und Bahnen Atemschutzmasken (FFP2, KN95- oder N95) tragen. OP-Masken waren nicht mehr erlaubt. Ab Donnerstag gilt die Bundesnotbremse in Mainz nicht mehr (wir berichteten). Doch was gilt dann für Mainzer ÖPNV-Kunden? Diese Frage stellt sich auch ein Merkurist-Leser in seinem Snip.

Jens Grützner ist Sprecher der MM, auf Merkurist-Anfrage zum Thema erklärt er: „Die Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken (FFP2 oder vergleichbar) besteht auf Grundlage der Bundesnotbremse in allen Städten und Landkreisen mit einer Inzidenz über 100. Ab Donnerstag, 0 Uhr, greift die Bundesnotbremse in Mainz bis auf weiteres nicht mehr.“

Bedeutet: MM-Fahrgäste müssen dann zwar medizinische Masken in Bussen und Bahnen tragen, allerdings keine FFP2-Masken mehr. Da in Wiesbaden und den AKK-Stadtteilen die Bundesnotbremse momentan noch gültig ist, gilt die FFP2-Maskenpflicht in Bussen und Bahnen dort trotzdem.

Pflicht wurde überwiegend eingehalten

Wer im ÖPNV gar keine Maske trägt und erwischt wird, von dem verlangen die Kontrolleure der MM 50 Euro. Wie Grützner sagt, sei der Verstoß gegen die Maskenpflicht zudem eine Ordnungswidrigkeit. Somit dürfe auch das Mainzer Ordnungsamt die 50-Euro-Strafe einfordern. Hatten Mainzer ÖPNV-Fahrgäste in den vergangenen Wochen keine FFP2-Maske sondern eine andere medizinische Maske auf, verzichteten die Kontrolleure jedoch auf eine Geldstrafe. „Aufgrund der Kurzfristigkeit der neuen Regelung durch die Bundesnotbremse wurde im RMV entschieden, die Strafe aus Kulanz in einer Übergangszeit nicht zu vollstrecken, sondern nur zu ermahnen“, erklärt Grützner.

Insgesamt sei die FFP2-Pflicht aber „überwiegend eingehalten“ worden. „Da einige Personengruppen aufgrund von Vorerkrankungen von der FFP2-Maskenpflicht befreit sind und es für Kinder und Jugendliche keine zugelassenen FFP2-Masken gibt, ist aber auch klar, dass weiterhin einige Fahrgäste ‘nur’ mit medizinischen Masken unterwegs waren.“

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