Sandro Schwarz: Das sagt er über seine Rückkehr nach Mainz

Mit Hertha BSC kehrt der ehemalige Mainz 05-Trainer Sandro Schwarz am Freitag nach Mainz zurück. Besonders wird das Spiel für ihn vor allem, weil er einen Großteil seines Lebens in Mainz und Umgebung verbracht hat.

Sandro Schwarz: Das sagt er über seine Rückkehr nach Mainz

In Mainz wurde er geboren, in Mainz ging er zur Schule, wurde hier erst Fußball-Profi und später Bundesliga-Trainer: Für Sandro Schwarz (43) steht am kommenden Freitag (16. September) eine emotionale Rückkehr in seine Heimat an. Nach seiner Entlassung in Mainz 2019 trainierte er den russischen Club Dinamo Moskau, seit Sommer 2022 ist er nun Coach vom Berliner Bundesligisten Hertha BSC.

Zum ersten Mal seit seinem Aus in Mainz kehrt Sandro Schwarz nun also als Trainer einer anderen Mannschaft in die Mewa Arena zurück. „Ich war seitdem nicht mehr im Stadion“, sagte der Hertha-Trainer am Mittwoch einer digitalen Presserunde. Mainz und das Rhein-Main-Gebiet habe er in der Zwischenzeit natürlich besucht, auch weil seine Eltern noch in der Region wohnen, so Schwarz weiter. Wegen Corona und der weiten Entfernung zwischen Moskau und Mainz sei das aber nicht besonders oft der Fall gewesen.

Mit Heidel und Svensson in Kontakt

Kontakt zu alten Weggefährten hatte Sandro Schwarz in der Zwischenzeit dennoch, wie er sagt. Mit Sportvorstand Christian Heidel zum Beispiel, der in Schwarz’ Amtszeit als 05-Trainer nicht im Verein war, pflegt er aus alten Spieler- und Nachwuchstrainer Zeiten noch ein gutes Verhältnis. „Das letzte Mal habe ich Christian auf Mallorca getroffen, das war ein anderes Ambiente als bei einem Bundesligaspiel“, sagt Schwarz nun mit einem Lachen. „Wir freuen uns immer wieder, wenn wir uns sehen und wir stehen noch regelmäßig in Kontakt. Am Freitag werden wir uns auch freuen, aber dann mit dem Wissen, dass jeder seine eigene Aufgabe haben wird.“ Auch mit dem aktuellen 05-Trainer Bo Svensson steht Schwarz noch in Kontakt, der Däne war zu Schwarz-Trainerzeit beim FSV Nachwuchs-Coach. Seinem Nachfolger auf der Mainzer-Trainerbank bescheinigt Schwarz eine „erkennbare Handschrift“ sowie eine „sehr gute Arbeit“.

„Die findet man auch hier in Berlin“ - Sandro Schwarz über die typisch rheinhessische Weinschorle

Rund drei Jahre nach seinem Aus bei Mainz 05 gibt Schwarz zu, dass der Abschied an ihm nagte: „Es ist doch logisch, dass es das erst mal zu verarbeiten und zu reflektieren gilt und dass man erst mal Abstand danach gewinnen muss. Aber ich blicke sehr positiv auf die Zeit zurück, ob als Spieler, Nachwuchstrainer oder auf die zweieinhalb Jahre als Bundesligatrainer“, sagt er heute. In seiner neuen Heimat Berlin fühle er sich angekommen: „Ich bin ein Typ, der sich auf neue Sachen einlässt und neue Aufgaben mit großer Offenheit angeht. Wenn ich in einem Club arbeite, dann gehört mein ganzes Herz, mein ganzer Verstand diesem Verein. Ich will mich komplett darauf einlassen.“ Nicht mal auf seine rheinhessische Weinschorle muss Schwarz in der neuen Heimat verzichten, lachend berichtet Sandro Schwarz: „Die findet man auch hier in Berlin.“

„Ich glaube nicht, dass jemand mit einem Bierbecher nach mir werfen wird“ - Sandro Schwarz über seine Rückkehr nach Mainz

Spannend bleibt noch, wie Schwarz und die 05-Fans das erste Wiedersehen nach fast drei Jahren am Freitag erleben werden. Der Trainer gibt zu: „Keine Ahnung, wie ich empfangen werde, darüber habe ich mir noch wenige Gedanken gemacht.“ Doch eine kurze Denkpause später schiebt er hinterher: „Ich denke, dass im Stadion viele Menschen sind, die genau wissen, dass ich knapp 15 Jahre als Spieler und Trainer im Verein war. Ich glaube nicht, dass jemand mit einem Bierbecher nach mir werfen wird“, sagt Schwarz.

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