Welche Rekorde Mainz 05 noch gebrochen hat

Der 25. verwandelte Elfmeter in Serie bedeutete für Mainz 05 am Samstag einen neuen Bundesliga-Rekord. Doch die Mainzer stellten auch schon in der Vergangenheit Rekorde auf - auch wenn diese nicht immer schmeichelhaft waren.

Welche Rekorde Mainz 05 noch gebrochen hat

Dieser Treffer war in doppelter Hinsicht wertvoll: Mit seinem Elfmetertor zum 2:1 entschied Daniel Brosinki die Partie der Mainzer in Paderborn und stellte zugleich einen neuen Bundesliga-Rekord auf. Es war der 25. verwandelte Elfmeter in Serie für die Mainzer (wir berichteten). Doch das war nicht der einzige Rekord, den die Mainzer bisher aufstellten. Hier sind sechs weitere Mainz-Rekorde:

Effizienz-Rekord

Das Spiel Mainz 05 gegen den SC Freiburg in diesem April war eigentlich eine klare Sache: Die Freiburger (17) hatten fast doppelt so viele Torschüsse wie die Mainzer (9), spielten viel mehr Pässe (652:278) und gewannen deutlich mehr Zweikämpfe (59:41 Prozent). Noch gravierender war der Unterschied beim Ballbesitz: 70,5 Prozent für Freiburg.

Genauso klar war auch das Ergebnis: 5:0. Allerdings für die Mainzer. Das bedeutete zugleich einen Rekord: Noch nie erzielte ein Team in der Bundesliga seit der Datenerfassung mit so wenig Ballbesitz (30%) so viele Tore (5).

Erste gelb-rote Karte für einen Trainer

Auf diese Premiere hätte Sandro Schwarz gerne verzichtet. Im letzten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg erhielt er als erster Trainer der Bundesliga-Geschichte eine gelb-rote Karte. Da es die Regel allerdings erst seit dieser Saison gibt, dürfte Schwarz nicht der letzte Trainer sein, der auf die Tribüne geschickt wird. Das Spiel gegen Paderborn schaute sich Schwarz im Teambus an - und konnte von dort aus den Elferrekord bejubeln.

Rekordstrafe

Auch dieser Rekord ist noch nicht lange her und auch auf diesen hätten die Mainzer gerne verzichtet. Wegen des Fehlverhaltens ihrer Anhänger im Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern wurden die Mainzer Anfang Oktober zu einer Rekordstrafe von 166.000 Euro verurteilt (wir berichteten).

Startrekord

Nicht brechen, aber einstellen konnte Mainz 05 in der Saison 2010/11 den Startrekord in der Bundesliga. Unter Thomas Tuchel gewannen die Mainzer sensationell ihre ersten 7 Spiele - genauso oft hatten der FC Bayern München (1995/96) und der FC Kaiserslautern (2001/2002) zum Auftakt gewonnen. Die Bayern schlugen aber zurück: Unter Pep Guardiola gewannen sie in der Saison 2015/16 ihre ersten 10 Spiele.

Tor in der Halbzeitpause

Eine Premiere schafften die 05er im April 2018. In der Bundesliga-Partie gegen den SC Freiburg erzielten die Mainzer ein Elfmetertor in der „Halbzeitpause“ (wir berichteten). Nachdem alle Spieler bereits in der Kabine waren, entschied Schiedsrichter Guido Winkmann in Absprache mit dem Video-Assistenten auf Handelfmeter für Mainz 05. Ein Freiburger Spieler hatte Sekunden vor dem Pausenpfiff einen Schuss von Brosinski mit der Hand berührt. Als nach vielen Minuten endlich alle 22 Mann wieder auf dem Feld waren, schoss Pablo de Blasis den Ball zum 1:0 ins Tor (Endstand 2:0).

Frühester Platzverweis

In der ersten Runde des letztjährigen DFB-Pokals stellten die Mainzer einen eher unrühmlichen Rekord auf. Beim Auswärtsspiel in Aue spielten die Mainzer 88 Minuten lang in Unterzahl. Denn nach einer Notbremse sah Moussa Niakhaté die rote Karte. Es war der früheste Platzverweis in der Geschichte des DFB-Pokals seit Beginn der Datenaufzeichnung (wir berichteten). Immerhin: Mainz 05 gewann das Spiel mit 3:1.

Eigentor-König

Mainz-Spieler Nikolce Noveski erreichte 2005 einen eher traurigen Rekord: Noveski gelang der schnellste Eigentor-Doppelpack in der Geschichte der Bundesliga. Nur 132 Sekunden brauchte der Mazedonier dafür im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (2:2). Noveski erzielte in dem Spiel sogar eine Art Hattrick und traf auch noch ins gegnerische Tor.

Auch die ewige Eigentor-Tabelle führt Noveski gemeinsam mit HSV-Legende Manfred Kaltz an. Für seine sechs Eigentore brauchte Noveski allerdings deutlich weniger Spiele (254) als Kaltz (581). (js)

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