Mainz 05: So reagieren Fans und Verein auf die Niederlage gegen Stuttgart

1:4-Klatsche für die 05er: In ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison unterlag die Mannschaft dem Aufsteiger VfB Stuttgart. So reagieren Fans und Verein auf die Niederlage.

Mainz 05: So reagieren Fans und Verein auf die Niederlage gegen Stuttgart

Es war eine turbulente Woche für den FSV Mainz 05: Am vergangenen Mittwoch streikten die Spieler und verweigerten das Training. Damit solidarisierten sie sich mit dem suspendierten Stürmer Adam Szalai (wir berichteten). Am Freitag äußerte sich auch die Vereinsführung zu dem Vorfall. Wie Vorsitzender Stefan Hofmann berichtete, stehe man in Gesprächen mit den Spielern.

Im ersten Heimspiel der Saison 2020/21 folgte dann am Samstag eine 1:4-Niederlage gegen den Aufsteiger VfB Stuttgart. Trainer Achim Beierlorzer zeigte sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel enttäuscht. „Wir haben viele Fehler gemacht, es waren nicht sehr viele Großchancen vorhanden.“ Die Mannschaft habe oft ungenau gespielt und beim „Umschaltmoment geschlafen“. „Wir haben verdient verloren und wir haben kein gutes Spiel gemacht. Nach so einer Woche werden wir jetzt Gegenwind bekommen, damit müssen wir jetzt umgehen.“ Es folge eine kurze Woche, in der sich die Mannschaft nun intensiv auf das Auswärtsspiel in Berlin vorbereiten werde. „Die Geschehnisse der vergangenen Woche werden aber vor allem intern aufgearbeitet werden.“ Es herrsche eine konstruktive und intakte Stimmung sowohl im Trainerteam als auch mit der Mannschaft. Auf die Frage, ob sich Beierlorzer eine Zukunft als Trainer der Mannschaft weiter vorstellen könne, antwortete er: „100-prozentig.“

Sportvorstand Rouven Schröder kündigte gegenüber „Sky“ und laut „Kicker“ eine „ergebnisoffene Analyse“ an. Ob Beierlorzer nächste Woche noch Trainer sein wird, dazu äußerte sich Schröder nicht explizit. Man wolle schauen, was man besser machen könne.

Nach dem Spiel in der Opel Arena äußerten sich auch einige Spieler zur Niederlage. Danny Latza sagte: „Wir machen früh das 1:0, das muss uns eigentlich mehr beflügeln. Unsere Passquote war dann aber zu schlecht. Dann bekommt Moussa noch die gelb-rote Karte und dann ist es erst recht schwer.“ Torwart Robin Zentner meinte: „Wir haben uns in der Halbzeit viel vorgenommen, wurden dann aber zwei Mal ausgekontert und dann ist es nicht einfach. Wir haben dann auch unsere Konter nicht konsequent genug zu Ende gespielt und die Situationen nicht gut ausgelöst bekommen!“

Frust im Stadion und in den sozialen Medien

Auch die 05-Anhänger machten ihrem Frust Luft. Im Stadion waren die verbliebenen Fans wütend und verliehen ihrem Unmut mit Pfiffen, Handzeichen und Fäusten Ausdruck. Auch in den sozialen Medien kochte die Stimmung hoch. „Stell dir vor, es dürfen wieder mehr als 3000 Zuschauer ins Mainzer Stadion, aber alle wollen nur ganz schnell wieder weg“, schreibt ein Twitter-Nutzer. Ein anderer meint: „Richtig schwierige Woche für Mainz. Einfach so weitermachen kann man nach der Leistung eigentlich nicht. Alles ändern aber auch nicht, ohne völlig das Gesicht zu verlieren.“

„Also nach dem Spiel bin ich nicht traurig das ich keine Karte hatte... Die sollen erst mal wieder anfangen Fußball zu spielen! Das war eine einzige Katastrophe“, kommentiert eine Facebook-Userin. Und ein weiterer schreibt: „Ich hoffe, dass der Vorstand die richtige Entscheidung trifft. Das war heute erbärmlich. Die einzige gute Nachricht: Es gibt noch 32 Möglichkeiten es besser zu machen. Und das ist dringend notwendig.“ Enttäuscht zeigt sich ein anderer Facebook-Nutzer: „Furchtbar... ganz schwacher Auftritt. Da hilft auch kein Mund abputzen mehr es muss sich etwas ganz tiefgreifendes ändern. Der Charakter der Mannschaft ist verdammt schlecht. Die jungen Spieler aus der eigenen Jugend sitzen draußen, und werden nicht/zu spät gebracht. Unfassbar enttäuschend.“

Für den Frust der Fans hat Beierlorzer Verständnis. „Wenn ich als Mainzer Fan hier herkomme und spiele gegen einen Aufsteiger, verstehe ich den Unmut. Wir können nicht mehr als zu versuchen, alles zu geben. Ich habe keine Spieler heute erkannt, denen das Spiel egal war.“ (ts)

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