Trainer Fischer warnt Mainzer: „Nichts einbilden“

Mainz 05 ist im Abstiegskampf fast schon durch. Der Trainer will davon aber nichts wissen. Der nächste Gegner ist alles andere als ein Punktelieferant.

Trainer Fischer warnt Mainzer: „Nichts einbilden“

Trainer Urs Fischer will seinen Fußballprofis beim FSV Mainz 05 keinen Freibrief für das Spiel gegen den derzeit übermächtigen FC Bayern München ausstellen. „Gegen die Bayern kann man auch verlieren? Nein, nein. Es geht um Punkte und wir brauchen noch Punkte“, betonte der 60 Jahre alte Schweizer vor der Bundesliga-Partie am Samstag (15:30 Uhr) gegen den frisch gekürten Meister. Fischer warnte auch vor zu viel Sorglosigkeit angesichts des Punktepolsters im Abstiegskampf.

Blick geht auch nach Heidenheim

Acht Zähler liegen die Rheinhessen vor dem Relegationsplatz mit dem FC St. Pauli. Mit einem Dreier gegen die Bayern hätten sie den Klassenerhalt gesichert, wenn die Hamburger gleichzeitig nicht bei Schlusslicht Heidenheim gewinnen. „Wir sind nach wie vor nicht durch. Es gibt auch gegen Bayern München drei Punkte, die man gewinnen kann. Am Ende kann man auch drei Punkte verlieren - also es geht um was“, erklärte Fischer.

Mut machendes 2:2 im Hinspiel

In den vergangenen fünf Jahren feierte keine andere Mannschaft so viele Siege gegen die Münchner: Vier der vergangene fünf Heimspiele gegen den Rekordmeister gewann der FSV. Und im Hinspiel – bei Fischers Premiere – erkämpften sich die Nullfünfer ein 2:2 in der Allianz Arena.

„Ich glaube schon, dass das helfen kann, wenn man gegen die Bayern auch schon mal gewonnen hat. Das gibt einem auch Selbstvertrauen. Aber du musst einfach von Beginn an wieder Leistung abrufen“, sagte Fischer.

„Mannschaft hat Wahnsinnsjob gemacht“

Der Chefcoach erinnerte daran, dass Mainz am 13. Spieltag noch Tabellenletzter war mit sechs Punkten. „Die Mannschaft hat einfach einen Wahnsinnsjob gemacht“, lobte er. „Jetzt haben wir ein gewisses Polster. Es ist noch nichts erreicht, aber die Ausgangslage hat sich deutlich verbessert.“

Man müsse der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie auch mit der Doppelbelastung durch die Conference League umgegangen sei. „Mit diesem Druck so umzugehen, das haben sie wirklich ausgezeichnet gemacht“, sagte Fischer – um gleich wieder einzuschränken: „Aber sie sollen sich nichts einbilden.“

(dpa)