Die Mainzer Jugendkonferenz geht in die fünfte Runde: Am Donnerstag (5. November) sind bis zu 300 Jugendliche ins Bürgerhaus Hechtsheim eingeladen, um eigene Projektideen für ihre Stadt zu entwickeln. Das teilt die Stadtverwaltung Mainz mit. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die in Mainz wohnen oder zur Schule gehen. Eine Anmeldung ist bis zum 29. Oktober online möglich.
Der Tag beginnt mit einem Crashkurs in Kommunalpolitik, bevor die Teilnehmer eigene Ideen entwickeln. Am Nachmittag präsentieren sie ihre Vorschläge bei einem „Gallery Walk“ Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik. Ziel ist es, Projektpatenschaften zu bilden, um die Ideen innerhalb eines Jahres umzusetzen.
„Dieses Jahr feiern wir ein kleines Jubiläum: 2026 geht die Mainzer Jugendkonferenz bereits in die fünfte Runde“, so Kinder- und Jugenddezernentin Jana Schmöller (SPD). „Auch in diesem Jahr wollen wir ein inklusives Beteiligungsmodell umsetzen. Möglichst viele Jugendliche mit unterschiedlichen Hintergründen und aus allen Schularten sollen dabei sein. Besonders wollen wir jüngere Schüler:innen gewinnen, die sich bisher noch nicht engagiert haben. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse der Konferenz.“
Von der Müll-Challenge bis zur Solarbank
Seit dem Start der Jugendkonferenz im Jahr 2022 haben laut Stadt insgesamt 1041 Jugendliche aus 24 Schulen teilgenommen. Dabei wurden bereits mehrere Projekte erfolgreich umgesetzt. Aus der Konferenz 2022 ging beispielsweise die Müllsammel-Challenge „Rein am Rhein“ hervor, die 2025 wiederholt wurde und an der rund 300 Menschen teilnahmen.
Auf Wunsch von Jugendlichen entstanden zudem eine Calisthenics- und Basketballanlage im Volkspark sowie eine Solar-Bank im Jugendzentrum Bretzenheim, an der Handys geladen werden können. Andere Gruppen organisierten einen ÖPNV-Gipfel mit den Mainzer Mobilitätswerken oder stellten die Party „Summer on the dancefloor“ auf die Beine. Aktuell wird an der Umsetzung von mehr Fahrradabstellplätzen an einer Schule sowie an Sportboxen im Volkspark und auf dem Goetheplatz gearbeitet.