Nachdem der Zugbegleiter Serkan C. (36) am Montagabend bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress zwischen Landstuhl und Homburg von einem Fahrgast totgeprügelt wurde, wird es am heutigen Mittwoch (4. Februar) auch am Mainzer Hauptbahnhof eine Schweigeminute geben.
Laut Polizei geschah der brutale Angriff nur wenige Minuten, nachdem der Regionalzug am Bahnhof Landstuhl abfuhr. Demnach kontrollierte Serkan C. eine Gruppe von vier Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Aus dieser Gruppe heraus griff ein 26-Jähriger ohne Ticket den Zugbegleiter an.
Hemmungslose Attacke
Laut „Bild“-Zeitung stand der Angreifer auf, drängte den Zugbegleiter weg und soll wild mit einer Faust-Geste gedroht haben. Der Zugbegleiter habe sich noch deeskalierend verhalten und Abstand gehalten. Als der Zugbegleiter den Schwarzfahrer schließlich des Zuges verweisen wollte, habe der Angreifer hemmungslos auf den Zugbegleiter eingeschlagen. Der Zugbegleiter sei nach etlichen Faustschlägen gegen seinen Kopf zusammengebrochen. Familienvater Serkan C. erlag seinen schweren Verletzungen und starb am frühen Mittwochmorgen.
Der Angreifer wurde noch vor Ort in Handschellen abgeführt. Es soll sich laut Polizei um einen griechischen Staatsbürger ohne deutschen Wohnsitz handeln. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags hat die zuständige Kriminaldirektion Kaiserslautern beim Polizeipräsidium Westpfalz übernommen.
Ministerpräsident Schweitzer schockiert
Am Mittwoch soll es um 15 Uhr eine bundesweite Schweigeminute geben – mit Durchsagen an allen Bahnhöfen und in den Zügen. Wie eine DB-Sprecherin gegenüber Merkurist erklärte, werde der Zugverkehr während der Schweigeminute nicht beeinträchtigt.
Ministerpräsident Alexander Schweitzer zeigte sich am Mittwoch schockiert von der brutalen Tat: „Diese schreckliche Gewalt gegen jemanden, der einfach seinen Job macht, lässt uns wütend und traurig zurück“, so Schweitzer.