Theodor-Heuss-Brücke: Katrin Eder wehrt sich gegen „falsche Darstellungen“

Die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) hat sich am Mittwochabend in einem emotionalen Facebook-Post zur geplanten Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke geäußert. Ihr Appell an die Mainzer: „Lasst uns die Zeit zusammen aushalten.“

Theodor-Heuss-Brücke: Katrin Eder wehrt sich gegen „falsche Darstellungen“

Die anstehende Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke (wir berichteten) sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Am Mittwochabend hat sich die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) in einem emotionalen Facebook-Statement zu Wort gemeldet. Der Grund für ihre Stellungnahme seien zugespitzte und zum Teil auch falsche Darstellungen im Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten und der geplanten Sperrung, so Eder.

„Für viele Menschen wird dieser Zeitraum schlimm.“ - Katrin Eder

„Für viele Menschen wird dieser Zeitraum schlimm. Ich weiß: Es gibt Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, dass es zu finanziellen Einbußen kommen wird, dass es ganz wichtige soziale und wirtschaftliche Gründe gibt, die Brücke als die Lebensader zwischen den Städten queren zu müssen – und niemand sperrt sie, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist“, schreibt Eder. Dass, wie einige Medien berichtet hatten, die Stadtverwaltungen in Mainz und Wiesbaden bereits seit Juni von den Brückenschäden gewusst hätten, sei falsch. Weiter schreibt Eder: „Die fünfjährliche Hauptprüfung fand im Juni statt. Im September war das externe Gutachten bei den Spezialisten für Brücken in der Fachverwaltung. Ich selbst habe im Oktober vom Zustand der Brücke erfahren.“

Stellungnahme zur „Helau-Spur“

Weiter äußert sich Eder zu den Gründen der Vollsperrung für den Autoverkehr sowie zum restriktiven Umgang in Sachen Ausnahmegenehmigungen. „Natürlich darf alles, was Leben rettet drüber: Notarzt, Polizei, Krankenwagen und auch der Hausnotrufdienst.“

Zu den Ausnahmegenehmigungen für einzelne Fastnachter schreibt sie: „Ich denke, ich bin unverdächtig, eine zu große Nähe zu den Größen der Mainzer Fastnacht zu haben. Ich war noch nie bei ‘Mainz bleibt Mainz’, habe es auch nicht vor und habe in den letzten Jahren viel eingesteckt.“ Sie erkenne aber an, dass es Redner gebe, die viele Auftritte auf beiden Rheinseiten an einem Abend hätten. „Diese bekommen doch nicht, wie ich jetzt oft höre, für die kompletten vier Wochen eine Genehmigung sondern für den jeweiligen Abend. Und eben nur diejenigen, die am entsprechenden Abend Auftritte beiderseits des Rheins haben und die Kürze zwischen den Auftritten die Überfahrt der Theodor-Heuss-Brücke nötig macht. Auch da sind wir restriktiv.“

Es gehe in diesem Fall um sechs Abende in vier Wochen, außerdem sei die Situation abends und an Wochenenden völlig anders als werktags. „Wir sprechen hier über einzelne Fahrzeuge, es ist schlicht weniger los. Mir ist das sehr schwer gefallen und wer mich kennt, weiß auch, dass ich keine Angst vor Sprüchen von den Bühnen dieser Stadt habe, da habe ich schon schlimmere Situationen ausgehalten in den letzten Jahren“, so Eder.

Am Ende ihres Posts appelliert Eder an die Mainzer: „Lasst uns alles dafür tun, dass es bei den vier Wochen Sanierung bleibt. Kein Zeitpunkt wäre gut gewesen. Es muss in der kalten Jahreszeit sein. Strecken bis zum nächsten Winter hätte nicht funktioniert.“ Und: „Lasst uns die Zeit zusammen aushalten. Es wird keine schöne.“ (df)

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