Was man über den Mainzer Paarweck wissen muss

Außen knusprig und innen weich - so sieht der perfekte Mainzer Paarweck aus. Doch was zeichnet einen guten Paarweck aus? Und ist es eigentlich ein großes oder sind es doch eher zwei aneinanderhängende Brötchen?

Was man über den Mainzer Paarweck wissen muss

Ein Doppelbrötchen, ein Stück Wurst und ein Gläschen Wein - oder wie der Mainzer sagt: Weck, Worscht und Woi. Für Merkurist-Leser Dennis stellt sich bei dem Mainzer Stadtgericht vor allem eine Frage. Und die dreht sich um den Paarweck: Ist der Paarweck ein großes Brötchen oder besteht er eigentlich aus zwei unterschiedlichen Brötchen?

Die Meinungen der Merkurist-Leser dazu gehen auseinander:

Was sagt der Experte?

Der Mainzer Bäckermeister Steven Vetter von „Vetters Backstube“ in der Altstadt kennt sich mit Brot, Stückchen und natürlich mit dem Mainzer Paarweck aus. Seit 1935 gehört das Mainzer Kult-Brötchen zum festen Sortiment der Altstadtbäckerei. Aber wie sieht der perfekte Paarweck für den Experten aus? Vetter sagt: „Der Paarweck sollte eine dunkle bis schwarze Kruste haben. Zum Essen drückt man ihn gewöhnlich zusammen, dann sollte er krachen und splittern, das zeichnet einen guten Paarweck aus.“

Nicht nur Fleischwurst passt laut Vetter gut zum Paarweck: Das Doppelbrötchen lässt sich seiner Meinung nach auch gut ohne Belag essen, auch Frikadellen würden gut dazu passen. Und in seiner Kindheit, verrät der Bäckermeister, habe er den Meenzer Paarweck auch gerne mal mit Ketchup kombiniert.

„Er hält sich länger frisch als gewöhnliche Brötchen, wegen der Doppelform und der starken Kruste.“ - Bäckermeister Steven Vetter über den Paarweck

Wer der Erfinder des Paarwecks ist, weiß auch Bäckermeister Vetter nicht, dafür kennt er aber den Vorteil, den ein guter Paarweck gegenüber anderen Brötchen hat. „Er hält sich länger frisch als gewöhnliche Brötchen, wegen der Doppelform und der starken Kruste.“ Doch nun zur Ausgangsfrage: Ist der Paarweck ein großes Brötchen oder besteht er aus zwei Brötchen? Vetter sagt: „Da scheiden sich wohl die Geister. Für mich ist es ein Weck, der aber aus zwei Teilen besteht.“ (df)

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