Fastnacht wird trotz Corona-Krise gefeiert

Der Beginn der Fastnachtskampagne rückt immer näher. Die ersten Gespräche, wie die Mainzer Fastnacht während der Corona-Krise aussehen könnte, laufen. Welche Ideen es bereits gibt.

Fastnacht wird trotz Corona-Krise gefeiert

Die Fastnachtskampagne 2020/2021 in Mainz wird trotz Corona-Krise stattfinden. Das teilte Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) am Montagabend bei einer Pressekonferenz im Stadthaus mit. „Wir wissen auch, dass Corona alles verändert – und sicher auch die Mainzer Fastnacht“, so Ebling. Doch in schwierigen Zeiten müsse man zusammenhalten und ein „positives Signal der Zuversicht“ an die Bürger senden. Der Wille, die Fastnacht zu feiern, sei sehr hoch. Die Themen Abstand und Mund-Nasen-Schutz seien sicherlich auch dann noch aktuell, sagte Ebling. Wie genau Saal- und Straßenfastnacht stattfinden sollen, stehe aber noch nicht fest, da müsse man die Rechtslage im November abwarten.

Es gebe aber bereits erste Ideen für die kommende Fastnachtskampagne, wie Reinhard Urban, Präsident des Mainzer Carneval Vereins (MCV), sagte. Er bekräftigte: „Die Straßenfastnacht wird auf jeden Fall stattfinden.“ Allerdings werde man wohl keine 500.000 Zuschauer dabei haben. Man könne sich aber zum Beispiel vorstellen, dass man die Motivwagen am Rosenmontag an einen festen Platz stellt und die Besucher dann daran vorbeigehen - als einen „umgekehrten Rosenmontagszug“. Derzeit diskutiere man in den Ausschüssen des MCV über einzelne Ideen, erste Entscheidungen werden aber wohl kurzfristig im Januar getroffen werden. „Das entscheidet sich je nach aktueller Infektionslage.“

Konkreter sehen die Ideen für den 11.11. aus, so Urban. „Hier können wir uns vorstellen, dass man zur Proklamation der Narrencharta den Schillerplatz einzäunt und ihn so zu einem geschlossenen Raum macht.“ So könne man den Zu- und Abgang regeln. Fest stehe bereits, dass es kein Bühnenprogramm geben wird. „Wir denken aber, dass trotzdem Musik laufen wird.“ Auch hier laufen derzeit noch die Gespräche, so Urban. Eine Entscheidung erwarte er für Oktober.

Was ist mit der Saalfastnacht?

Auch die Saalfastnacht soll stattfinden. Wie Martin Krawietz, Präsident des Gonsenheimer Carneval Vereins (GCV), sagte, plane man bereits Online-Übertragungen. „Traditionell haben wir am 11.11. zwei Sitzungen. Die wollen wir dieses Jahr online übertragen - wir sehen das als eine Art Testlauf für den Rest der Kampagne.“ Man sei aber auch kurzfristig in der Lage, auf eine herkömmliche Saalfastnacht umzuschwenken. „Wir haben auf jeden Fall große Lust, neue Dinge auszuprobieren.“ Das betonte auch Reinhard Urban. „Dicht an dicht wird es dieses Mal nicht geben - hier sind Kreativität und Innovation gefragt.“ Der MCV habe bereits erste Gespräche mit „mainzplus Citymarketing“ zur Nutzung der Rheingoldhalle geführt, auch Online-Übertragungen spreche man durch. „Ich wage aber noch keine Prognose für Januar.“ Eine Fastnachtsposse im Staatstheater sei aber schon in Planung, so der MCV-Präsident.

Wie die Fernsehfastnacht „Mainz bleibt Mainz“ aussehen könnte, darüber werde man sich im September mit dem SWR austauschen, berichtete Sitzungspräsident Andreas Schmitt. „Alles, was in gesetzlichem Rahmen ermöglicht werden kann, soll ermöglicht werden.“ (mm)

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