Asphalt-Irrsinn: Verkehrsdezernentin Eder kritisiert „heilige Kühe“

Neuer Asphalt in der Boppstraße - doch die Arbeiten auf der Großbaustelle sind noch lange nicht beendet. Warum dennoch asphaltiert wurde.

Asphalt-Irrsinn: Verkehrsdezernentin Eder kritisiert „heilige Kühe“

Wer derzeit in der Boppstraße und den angrenzenden Querstraßen unterwegs ist, wird sich mit Blick auf die frisch asphaltierten Flächen verwundert die Augen reiben. Sind die Arbeiten auf der Großbaustelle etwa schon beendet?

Die neue Asphaltdecke hat einen anderen Hintergrund: „In der Boppstraße wird jetzt alles zugeschüttet und für Fastnacht präpariert, damit man sich hier auf keine Veränderungen einstellen muss. Das wurde von vorneherein zeitlich und finanziell eingeplant“, erklärt Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne). Danach würden der Asphalt wieder aufgerissen werden. Fastnacht müsse in einer Stadt wie Mainz eben gewährleistet sein.

Bereits für den Jugendmaskenzug am 8. Februar waren einige Straßenzüge, wie hier in der Kurfürstenstraße, asphaltiert worden, um die übliche Zugroute einhalten zu können und die Aufstellung der Gruppierungen zu gewährleisten.

Eder sieht das Vorgehen kritisch: „Fastnacht und andere Großveranstaltungen sind heilige Kühe. Man kann das infrage stellen, das tun in dieser Stadt aber die wenigsten.“ Auch bei der Großen Langgasse sei damals viel Aufwand betrieben worden. „Das Gleiche gilt für die Mombacher Hauptstraße, wo man wegen des Gutenberg-Marathons die Baustelle hergerichtet hat. In Mainz spielen Veranstaltungen eben eine große Rolle. Es ist alles eine Frage der Abwägungen.“

Nach Fastnacht gehen die Bauarbeiten an der Boppstraße wie geplant weiter. Sie sollen im Juli 2021 beendet sein.

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(pk)

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