Wie viele Läden in Mainz noch nicht öffnen dürfen

Ab dem 20. April dürfen deutschlandweit wieder Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnen. Doch wie viele Läden in Mainz müssen weiterhin geschlossen bleiben?

Wie viele Läden in Mainz noch nicht öffnen dürfen

Der heutige Montag (20. April) ist ein erster Schritt zurück in die Normalität. Denn ab jetzt dürfen wieder Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern öffnen. Das besagen die neuen Corona-Regeln von Bund und Ländern, die in der vergangenen Woche bekanntgegeben wurden. In Rheinland-Pfalz regelt das die vierte Corona-Bekämpfungsverordnung. Doch die Zahl 800 ist eine recht abstrakte Größe – wie viele Geschäfte in Mainz bleiben jetzt noch geschlossen?

Ein Sprecher der Stadt teilt auf Anfrage mit: „In der Stadt Mainz gibt es insgesamt 1190 Einzelhandelsgeschäfte. Davon sind 93 Prozent beziehungsweise 1106 kleiner als 800 Quadratmeter.“ Heißt also: Es gibt nur noch wenige Geschäfte, die geschlossen bleiben müssen. Zudem geht es bei der Regelung um die reine Verkaufsfläche, größere Geschäfte könnten also Teilbereiche öffnen.

Für jedes Geschäft gelten Auflagen zur Hygiene und zur Steuerung des Zutritts, die vom Ordnungsamt kontrolliert werden. Dazu gehören auch Vorgaben wie maximal ein Kunde auf zehn Quadratmetern, Warteschlangen-Regulierungen und der Schutz des Kassenbereichs.

IHK Rheinhessen kritisiert Regelung

Letztlich ist die Begrenzung auf 800 Quadratmeter ein Kompromiss. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rheinhessen hatte sich jedoch mehr erhofft. „Wir hatten gehofft, dass die Geschäfte, die Hygieneregeln und Abstandsgebote für Mitarbeiter und Kunden erfüllen, wieder öffnen können“, sagt der Präsident der IHK Rheinhessen, Engelbert Günster.

Günter Jertz, der Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen, kritisiert zudem: „Diese Regelung bringt wieder neue Ungerechtigkeiten. Das wird zu Protesten der Gastronomie, von Kaufhäusern und größeren Handelsunternehmen auf der grünen Wiese führen.“ (df)

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