Kampfansage an Boston & Co: Was die neue Partnerschaft für Mainz bedeutet

Die Städte Mainz und Heidelberg wollen die Region Neckar-Rhein-Main zu einem internationalen Biotech-Zentrum machen. Dafür ist nun eine enge Zusammenarbeit vereinbart worden.

Kampfansage an Boston & Co: Was die neue Partnerschaft für Mainz bedeutet

Die Städte Mainz und Heidelberg wollen künftig eng zusammenarbeiten, um die Region Neckar-Rhein-Main als internationale Innovations- und Biotech-Region weiterzuentwickeln. Das teilen die beiden Städte gemeinsam mit. Dazu unterzeichneten der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) und der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) jetzt im Heidelberger Rathaus eine entsprechende Vereinbarung.

Gemeinsame Stärken

Heidelberg und Mainz sehen sich als zentrale Akteure einer Biotech- und Innovationsregion, die sich von Mainz über Darmstadt und Kaiserslautern bis in die Metropolregion Rhein-Neckar erstreckt. Dieser Raum zähle bereits zu den dynamischsten Technologie- und Wissenschaftsstandorten Deutschlands. Die neue Partnerschaft soll diese nun stärker vernetzen, um im Wettbewerb mit Regionen wie München oder Berlin bestehen zu können.

Die Zusammenarbeit stützt sich dabei auf die ergänzenden Stärken beider Städte. Während Heidelberg als führender Standort für Grundlagenforschung und datengetriebene Medizin gilt, hat sich Mainz mit Biotechnologie- und Impfstoffinnovationen einen Namen gemacht. Beide Städte verfügen zudem über eine lebendige Startup-Szene und wachstumsstarke Biotech-Unternehmen.

Von der Vision zur konkreten Umsetzung

In der unterzeichneten Vereinbarung bekennen sich Heidelberg und Mainz zu einer engen strategischen und operativen Zusammenarbeit. Geplant sind unter anderem gemeinsame Programme der Technologieparks beider Städte, Startup-Services, die Gründern den Zugang zu beiden Standorten ermöglichen, sowie ein gemeinsames Standortmarketing, um die Region global sichtbarer zu machen.

Dass die Großregion bereits jetzt zu den führenden Biotech-Standorten Deutschlands zählt, zeigt auch eine 2025 veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung. Das dort definierte „Heidelberg-Hub“, das bis nach Mainz und Wiesbaden reicht, bescheinigt dem zusammenhängenden Innovationsraum großes Potenzial.

Das sehen auch die beiden Oberbürgermeister. „Mit unserer Partnerschaft setzen wir ein klares Signal: Nur durch Zusammenarbeit können deutsche und europäische Innovationsräume im globalen Wettbewerb bestehen“, so Würzner. Die internationale Konkurrenz in den Bereichen Life Sciences, Biotechnologie und DeepTech wachse rasant. Regionen wie Boston, Cambridge oder Singapur würden zeigen, wie wichtig starke, vernetzte Innovations-Ökosysteme seien.

Auch Haase betont: „Mainz und Heidelberg stehen exemplarisch für die Stärke unserer gesamten Region. Mit dieser Partnerschaft bringen wir zentrale Akteure enger zusammen und schaffen neue Dynamik für Innovation, Gründungen und Wachstum.“ Ziel sei es, dass „aus exzellenter Forschung noch schneller konkrete Anwendungen und wirtschaftliche Erfolge entstehen.“