Ingelheimer Unternehmen sucht nach Coronavirus-Mutationen

Daten werden dem Robert-Koch-Institut übermittelt

Ingelheimer Unternehmen sucht nach Coronavirus-Mutationen

Der Ingelheimer Labordienstleister Bioscientia beginnt ab sofort damit, SARS-CoV-2-positive PCR-Proben aus ganz Deutschland zu sequenzieren. Das teilt das Unternehmen am Mittwoch auf seiner Webseite mit.

Die dafür eingesetzte NGS-Technologie („Next Generation Sequencing“) ermögliche die vollständige Sequenzierung von zunächst rund 1500 Proben wöchentlich. Erfasst werden laut dem Unternehmen alle Mutationen von SARS-CoV-2, in erster Linie aber die britische und südafrikanische Variante.

Bioscientia gehöre zu den wenigen Laboren, in denen die Bedingungen für rasche und effiziente Mutationsanalysen zusammenkommen: ein direkter Zugang zu vielen positiven PCR-Proben aus dem gesamten Bundesgebiet, voll ausgestattete Abteilungen für Genetik und Molekulargenetik sowie ein gut funktionierendes Logistik- und Befundübermittlungssystem.

Wie Bioscientia mitteilt, würden die Daten direkt an das Robert-Koch-Institut (RKI) übertragen und stünden damit auch den wissenschaftlichen Einrichtungen zur Verfügung.

Hintergrund

Die SARS-CoV-2-Variante B117 wurde im Herbst erstmals in England entdeckt und gilt als deutlich ansteckender als die bisher bekannte Corona-Variante. Auch in Deutschland wurde die Variante bereits in einzelnen Proben entdeckt. Dies ist auch der Hauptgrund dafür, dass in Deutschland der Lockdown verlängert und verschärft wird (wir berichteten).

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