Schulen und Kitas sollen wieder öffnen – nach diesem Plan

Wegen der Corona-Krise mussten Schulen und Kitas im Land wochenlang im Notbetrieb laufen. Nun dürfen sie langsam wieder öffnen. Doch wie läuft das eigentlich ab?

Schulen und Kitas sollen wieder öffnen – nach diesem Plan

Bereits seit Ende April dürfen Schulen in Rheinland-Pfalz wieder langsam ihren Betrieb hochfahren. Was zunächst nur für Abiturienten und Berufsschüler galt, gilt nun nach und nach für alle Schul-Jahrgänge sowie Kitas. Was das für Eltern und Kinder konkret bedeutet, erklärte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig (SPD) am Mittwoch.

Schulen öffnen schrittweise

Eine Öffnung von Schulen und Kitas sei nur unter strengen Hygienemaßnahmen und der Berücksichtigung von Abstandsregeln möglich. Schulen sollen nun schrittweise wieder mit dem Unterricht vor Ort beginnen – geordnet nach Klassenstufen. „Diese Öffnungen werden im Zwei-Wochen-Rhythmus erfolgen. Das ist nötig, um das Infektionsgeschehen im Blick zu behalten und gegebenenfalls nachsteuern zu können. Erklärtes Ziel dabei ist es, dass alle Schüler vor den Sommerferien tage- oder wochenweise in die Schule kommen können“, so Hubig. Die Lerngruppen würden dabei so geteilt, dass in der Regel maximal 50 Prozent der Schüler in den Schulen anwesend sind. Das bedeutet auch: An manchen Tagen müssen die Schüler in die Schule kommen, an anderen Tagen sozusagen ins Home Office.

Nachdem bereits am 27. April die Prüflinge an berufsbildenden Schulen sowie die Abiturienten ihre Einrichtungen gekommen sind, haben die Schulen am Montag für rund 130.000 weitere Schüler geöffnet. Geplant ist, dass am 18. Mai die Berufsbildenden Schulen wieder starten. An den allgemeinbildenden Schulen werden zum 25. Mai weitere Klassen- und Jahrgangsstufen an die Schulen zurückkehren.

Konkret bedeutet das: Ab dem 25. Mai sollen die dritten Klassen der Grundschulen sowie die 5. und 6. Klassen der Orientierungsstufe der weiterführenden Schulen folgen. Im Anschluss soll es in Zwei-Wochen-Schritten zu weiteren Öffnungen kommen: Am 8. Juni folgen die achten Klassen, sodass bis Mitte Juni alle Schüler wieder in den Schulen sein können, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt. Eine genaue Übersicht des Plans findet Ihr hier.

Notbetreuung läuft weiter

„Wir haben einen klaren Fahrplan und unsere Schulen bekommen gleichzeitig viel Raum für Flexibilität und die Lösungen, die zur jeweiligen Schule passen. Und das funktioniert gut, wie wir beispielsweise bei der Öffnung der Grundschulen seit Montag (4. Mai) sehen“, so Bildungsministerin Hubig. Konkret könne das bedeuten, dass an einer Schule das Wochensystem besser zu den Voraussetzungen vor Ort passt, an einer anderen Schule aber beispielsweise die Klassenstufe 1 und 2 Montag und Dienstag kommen dürfen, 3 und 4 dann den Rest der Woche. Während der schrittweisen Wiedereröffnung der Schulen sei außerdem geplant, die Notbetreuung weiterlaufen zu lassen.

Auch Kitas öffnen wieder

Auch in den Kitas soll es zu weiteren Öffnungen kommen. Zwar gab es auch in den vergangenen Wochen eine Notbetreuung, nun gehe es aber darum, die Betreuung wieder Schritt für Schritt zu erweitern. „Unser Ziel ist es, dass jedes Kind bis zu den Sommerferien Zugang zu einem pädagogischen Angebot in Kindertagesbetreuung erhält – wenn auch nur eingeschränkt, zum Beispiel tage- oder stundenweise“, so Hubig. Ein besonderer Fokus läge dabei auf Vorschulkindern, die kurz vor der Einschulung stehen. „Klar ist: Kita-Kinder brauchen Nähe, sie können Abstand nicht dauerhaft einhalten. Das haben wir in unseren Empfehlungen berücksichtigt. Der Gesundheitsschutz der Erzieherinnen, der Kinder, des pädagogischen und nicht pädagogischen Personals steht an oberster Stelle“, sagte Hubig. (rk)

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