Altstadt-SPD legt Beschwerde gegen „menschenverachtende“ Werbung ein

SPD: „Es ist beschämend, so etwas in Mainz lesen zu müssen“

Altstadt-SPD legt Beschwerde gegen „menschenverachtende“ Werbung ein

Die Mainzer Altstadt-SPD hat wegen einer umstrittenen Werbeanzeige für die Sat.1-Show „Big Brother“ Beschwerde beim Deutschen Werberat eingereicht. Das teilte der SPD-Ortsverband via Facebook mit.

An mehreren Stellen in der Altstadt waren von der Firma „Ströer“ Werbeanzeigen platziert worden, die auf den Start des TV-Formats am heutigen Montag (10. Februar) hinweisen. Darauf ist zu lesen: „Jeder Mensch ist etwas wert. Entscheide DU, wie viel.“ In der SPD-Stellungnahme heißt es: „Die Vorsitzenden der Altstadt-SPD fordern die Stadt Mainz und die Firma Ströer auf, die aus ihrer Sicht menschenverachtende Werbung unverzüglich zu entfernen.“

Der stellvertretende Vorsitzende der Altstadt-SPD, David Kuhn, sagte: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. So sagt es unser Grundgesetz in seinem ersten und wichtigsten Artikel. Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb schon mehrfach klargestellt, dass es keine Menschen erster und zweiter Klasse gibt. Jeder Mensch ist gleich viel wert.“

Es sei Grundkonses der Gesellschaft, dass niemand über den Wert eines anderen Menschen zu urteilen habe. „Die unsägliche Werbung, die nun das Mainzer Stadtbild prägt, missachtet diesen Grundsatz zutiefst. Es ist beschämend, so etwas in Mainz lesen zu müssen“, so Kuhn weiter. Die für das Ordnungswesen zuständige Dezernentin Manuela Matz (CDU) müsse umgehend aktiv werden. (mm)

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