Neue Masche: Mainzer Arztpraxis um Tausende Euro betrogen

Betrüger haben mit einer dreisten Masche Tausende Euro von einer Mainzer Arztpraxis erbeutetet. Die Polizei mahnt nun zu besonderer Vorsicht.

Neue Masche: Mainzer Arztpraxis um Tausende Euro betrogen

Eine Mainzer Arztpraxis ist in der vergangenen Woche Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden und hat dabei fast 10.000 Euro verloren. Das meldet die Polizei Mainz.

Eine Angestellte der Praxis erhielt zunächst ein Schreiben, das angeblich von der Hausbank stammte. Darin wurde sie aufgefordert, die digitalen Bankzugänge zu verifizieren. Dafür sollte sie einen QR-Code auf dem Brief scannen und ihre Zugangsdaten für das Onlinebanking eingeben.

Kurz darauf rief eine angebliche Bankmitarbeiterin bei der Angestellten an. Sie erklärte, dass Unbekannte gerade versuchen würden, Geld vom Praxiskonto zu überweisen. Um diese Überweisungen zu stoppen, müsse die Angestellte eine Transaktion mit einem TAN-Verfahren freigeben. Die Frau folgte der Anweisung und bestätigte den Vorgang.

Unmittelbar danach konnte sie sich nicht mehr in ihre Onlinebanking-App einloggen. Bei einem Anruf bei der echten Bank stellte sich heraus, dass sie betrogen worden war. Die Täter hatten in der Zwischenzeit 9.400 Euro vom Konto abgebucht.

Polizei warnt vor gezieltem Vorgehen

Nach bisherigen Ermittlungen gehen die Täter gezielt vor und versenden die gefälschten Bankschreiben vor allem an Arztpraxen. Über den QR-Code gelangen die Opfer auf eine täuschend echt gestaltete Internetseite, wo sie ihre Zugangsdaten preisgeben. Mit dem anschließenden Anruf bringen die Betrüger ihre Opfer dazu, TAN-Freigaben zu erteilen und verschaffen sich so Zugriff auf die Konten.

Die Polizei rät Inhabern von Arztpraxen und anderen Unternehmen, bei solchen Schreiben besonders vorsichtig zu sein und deren Echtheit genau zu prüfen. Banken fordern ihre Kunden grundsätzlich nicht per Brief und QR-Code zur Eingabe von Onlinebanking-Zugangsdaten auf.