Mehrere Tausend Euro erbeutet: Seniorin fällt auf Internetbetrüger herein

Auch ein Mann aus Mainz-Bingen fällt auf „Love Scamming“ rein

Mehrere Tausend Euro erbeutet: Seniorin fällt auf Internetbetrüger herein

Eine Seniorin aus Rheinhessen ist auf einen Betrüger im Internet hereingefallen und hat dabei mehrere Tausend Euro verloren. Das meldet die Mainzer Polizei.

Die Frau lernte vor einigen Wochen einen Mann auf einer Internetplattform kennen. Im Lauf der Zeit entstand so eine romantische Beziehung zu dem Unbekannten, der von sich sagte, dass er auf einer Bohrinsel arbeite. Da der Firma, für die er angeblich tätig sei, jedoch die Insolvenz drohe, brachte er die Rheinhessin dazu, ihm in mehreren Tranchen insgesamt einen hohen fünfstelligen Geldbetrag zu überweisen. Er gab an, das Geld zu brauchen, um seinen Arbeitslohn und seine Ersparnisse in Geldboxen zu versenden.

Nachdem das Vermögen der Seniorin aufgebraucht war, nahm sie schließlich noch einen Kredit in niedriger fünfstelliger Höhe auf, um weitere Überweisungen an den Mann zu tätigen. Erst als die Hausbank der Frau auf die Auslands-Transaktionen aufmerksam wurde und Verdacht schöpfte, flog der Betrug auf. Da war es aber bereits zu spät, das Geld war weg.

Ähnlich erging es einem Mann aus dem Landkreis Mainz-Bingen, wie die Polizei mitteilt. In einem Datingportal lernte der Mann im mittleren Alter eine angeblich heiratswillige Frau kennen, die angab, aus dem europäischen Ausland zu kommen. Im Verlauf des Kennenlernens überwies der Mann der Betrügerin innerhalb von vier Transaktionen einen Geldbetrag im mittleren vierstelligen Bereich, um damit ihre angeblichen Kosten für Flüge, Zoll und Versicherung zu decken. Als die Betrügerin daraufhin erneut Geld forderte, schöpfte der Mann Verdacht und brach den Kontakt schließlich ab.

Hintergrund

Bei dem sogenannten Love Scamming oder Romance Scamming handelt es sich um eine Betrugsart, bei der die/der Täter/in vorgibt, mit dem späteren Opfer eine romantische Beziehung einzugehen. Das Kennenlernen findet regelmäßig auf Plattformen im Internet statt.

Ein persönlicher Kontakt von Angesicht zu Angesicht wird dabei in aller Regel durch Hinhaltetaktiken hinausgezögert und findet schließlich nie statt. Stattdessen versuchen die Täter unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, Geld oder Wertgegenstände von ihren Opfern zu erbeuten, die dann per Überweisung oder per Post an die Täter versandt werden sollen. Die Polizei rät deshalb, kein Geld an unbekannte Menschen zu überweisen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, und auch nicht auf sonstige Forderungen einzugehen.

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