Ex-USC-Mainz-Trainer Buschbaum schreibt Roman zu persönlichen Krisen

Bestsellerautor und Ex-Sportler Balian Buschbaum, der früher als Trainer beim USC Mainz tätig war, verarbeitet persönliche Krisen in seinem neuen Roman „Attila“. Eine Schildkröte spielt darin die Hauptrolle.

Ex-USC-Mainz-Trainer Buschbaum schreibt Roman zu persönlichen Krisen

Der „Spiegel“-Bestsellerautor Balian Buschbaum veröffentlicht am Donnerstag (14. Mai) seinen neuen Roman „Attila – Die Schildkröte, die keine Eile hatte, mein Leben zu retten“. In dem Roman schreibt der ehemalige Olympia-Teilnehmer und vormalige Stabhochsprung-Trainer beim USC Mainz über Entschleunigung, Erschöpfung – und die „überraschende Kraft“ einer Schildkröte.

Die Geschichte handelt von der erfolgreichen Julia Winterfeld, die kurz vor einem Zusammenbruch steht. Eine Diagnose zwingt sie dazu, ihr Leben zu verlangsamen. Dabei hilft ihr eine Schildkröte namens Attila. Der Roman soll von einer Frau erzählen, die langsamer werden muss, um weiterleben zu können, von einem Familiengeheimnis und „der Frage, ob Rettung manchmal ganz still daherkommt.“ Gleichzeitig verbindet das Buch humorvolle Leichtigkeit mit emotionalem Tiefgang und regt mit Reflexionsfragen dazu an, das eigene Leben und den persönlichen Umgang mit Stress und Erwartungen zu hinterfragen.

Das Buchprojekt wird von der Moderatorin Bärbel Schäfer und dem Schauspieler Matthias Brüggenolte als Buchpaten unterstützt. Parallel zur Veröffentlichung soll ein Hörbuch erscheinen, zudem ist eine Lesereise unter dem Titel „ATTILA LIVE SlowTainment“ geplant.

Persönliche Krisen als Inspiration

Die Idee zum Roman entstand aus persönlichen Erfahrungen des Autors. Wie Buschbaum im Gespräch mit Merkurist erzählt, entstand das Werk nach mehreren Schicksalsschlägen, darunter der Tod seiner Mutter, das Ende einer langjährigen Beziehung und einem „inneren Zusammenbruch“. Damals zog er sich für sechs Monate nach Sardinien zurück. Dort wurde die Begegnung mit einer Schildkröte zu einem prägenden Moment, der ihn zum Schreiben des Buches inspirierte.

Buschbaum wählte bewusst eine weibliche Hauptfigur. In seiner Arbeit als Coach habe er immer wieder beobachtet, dass Frauen auf mehreren Ebenen Verantwortung tragen und dabei oft selbst an ihre Grenzen stoßen. Die Figur der Julia Winterfeld stehe für diese „stille Hochleistungsrealität“. Das Buch sei eine Erinnerung daran, dass man sich selbst retten kann. „Manchmal braucht es keine großen Antworten – manchmal reicht eine Schildkröte, die uns zeigt, dass das Leben auch langsamer funktionieren darf“, so Buschbaum.

Weiterhin Kontakt nach Mainz

Zu seiner ehemaligen Wirkungsstätte in Mainz, dem USC, hat Buschbaum weiterhin regen Kontakt, wie er sagt. So gibt es unter anderem eine Whatsapp-Gruppe mit seinen ehemaligen Weggefährtengefährten, von denen noch viele in Mainz wohnen. Wenn es geht, ist er selbst auch hin und wieder in der Stadt unterwegs. „Ich liebe Mainz, sie ist eine der schönsten Städte“, sagt Buschbaum abschließend.