Kunde über Wechsel-Ärger: „Ich habe kein Auge zugemacht“

Weil er seinem Trainer den Handschlag verweigerte hatte, löste Mainz-Mittelfeldspieler Kunde Malong ein für Mainzer Verhältnisse mediales Erdbeben aus. Nun äußerte sich Kunde gegenüber der Allgemeinen Zeitung erstmals zur aufsehenerregenden Szene.

Kunde über Wechsel-Ärger: „Ich habe kein Auge zugemacht“

Diese Szene sorgte am vergangenen Samstag für Aufregung beim FSV Mainz 05: Als Mainz-Mittelfeldspieler Kunde Malong nach 32 Minuten beim Stand von 0:3 gegen den FC Bayern ausgewechselt werden sollte, wollte er zunächst den obligatorischen Handschlag mit Einwechselspieler Danny Latza auslassen. Als Trainer Achim Beierlorzer ihn dazu aufforderte, klatschte er zwar mit seinem Mitspieler ab, lief aber am ausgestreckten Arm des Trainers vorbei. Dabei würdigte er ihn keines Blickes (wir berichteten).

Nun äußerte sich Kunde Malong erstmals selbst zur Szene. Gegenüber der Allgemeinen Zeitung (AZ) sagte der Mittelfeldspieler: „Ich würde gerne die Zeit zurückdrehen und meinen Aussetzer rückgängig machen. Doch das geht nicht“. Ihm sei die ganze Sache „unglaublich peinlich“. Die Nacht von Samstag auf Sonntag sei für ihn dementsprechend verlaufen: „Ich habe kein Auge zugemacht. Ich habe mich so sehr über mich geärgert. Aber ich muss es nehmen, wie es ist. Ich muss daraus lernen und wieder positiv denken.“

Entschuldigung bereits nach Abpfiff

Für sein Verhalten könne er sich nur entschuldigen, sagte Kunde weiter gegenüber der AZ. Bereits nach dem Spiel erklärte der Mainzer Trainer Achim Beierlorzer: „Der Spieler hat sich entschuldigt, das war richtig von ihm.“ Und weiter: „Er kam von sich aus auf mich zu, ich verstehe auch, dass Spieler da emotional werden.“ Seinen Aussetzer erklärt Kunde gegenüber der AZ so: „Ich war einfach total frustriert und verärgert, wie das Spiel gelaufen ist. Und wie ich gespielt habe. Ich war einfach nicht gut, nichts hat geklappt. Und dann siehst du nach einer halben Stunde deine Nummer auf der Anzeigentafel. Ich dachte: Sehe ich richtig? Bin ich gemeint?“

Bereits Anfang der Woche hatte der Mainzer Sportvorstand Rouven Schröder angekündigt, dass Kunde wegen des Wechsel-Zoffs eine Geldstrafe zahlen muss. (mm)

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