Gesundheitsminister will Impfskeptikern Druck machen

Schulkinder durchimpfen zu lassen, lehnt der Minister währenddessen ab.

Gesundheitsminister will Impfskeptikern Druck machen

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) will den Druck auf Impfskeptiker erhöhen und Anreize schaffen, sich impfen zu lassen. Das sagte er der „Rhein-Zeitung“ mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus am Montag.

„Es kann bei manchen Aktivitäten für Erwachsene wie einem Discobesuch so sein, dass dieser faktisch nur noch für Geimpfte möglich sein wird“, heißt es in dem Beitrag. Weil der Bund das Programm „Testen für alle“ weiterfinanziert, werde es zwar weiterhin die Möglichkeit geben, sich vorher auf das Virus testen zu lassen. „Aber wenn sich nur noch ein sehr geringer Teil der Bevölkerung testen lassen muss, wird es nicht mehr so viele Angebote wie aktuell geben“, so der Minister. Er kündigte deshalb an, über den Sommer hinweg noch einmal verstärkt dafür werben zu wollen, sich impfen zu lassen.

Schulkinder durchimpfen zu lassen, lehnte der SPD-Politiker währenddessen ab: „Wir werden einen Schulbesuch nicht davon abhängig machen, ob jemand geimpft ist oder nicht.“ Kinder schütze man zunächst am besten, wenn möglichst viele Erwachsene geimpft seien.

Bei Erwachsenen stehe neben dem Selbstschutz auch der Schutz der anderen. Das sei bei Kindern anders, so der Minister. Dabei sollte allein das Wohl des einzelnen Kindes im Vordergrund stehen. Die Politik dürfe nicht einfach über die Impfung von Kindern entscheiden. „Es ist allein Sache der Eltern gemeinsam mit einem Arzt, die Frage zu beantworten, ob es ihren Kindern mit einer Impfung besser geht als ohne.“

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