So will die Stadt Mainz Energie sparen

Wassertemperatur im Taubertsbergbad sinkt

So will die Stadt Mainz Energie sparen

Die Stadt Mainz hat am Dienstag erklärt, wie sie ab sofort Energie einsparen will. Die EU hatte Kommunen aufgerufen, 15 Prozent Gas einzusparen.

Eine Arbeitsgruppe aus Beteiligten und Unternehmen des Stadtkonzerns hatte unter Leitung von Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) die Einsparpotentiale ermittelt. Auch rechtliche Bestimmungen seien in diese Analysen eingeflossen. Umgesetzt werden die Pläne ab sofort, teilweise aus technischen Gründen sukzessive.

Der größte Hebel für Einsparmaßnahmen sei die Absenkung der Raumtemperatur während der Heizphasen. Das gelte gleichermaßen für Verwaltungsgebäude, aber auch für Schulgebäude und andere Gebäude, die von der Stadt oder städtischen Unternehmen betrieben werden.

Konkret bedeutet das:

  • Die Raumtemperatur in den Verwaltungsgebäuden und sonstigen städtischen Liegenschaften (ausgenommen Kindertagesstätten) wird in der Heizperiode um 2 Grad auf 18 Grad abgesenkt, soweit die rechtlichen Voraussetzungen dies zulassen. Heizlüfter dürfen nicht in Betrieb genommen werden.

  • Die Raumluft in den Turnhallen wird um 3 Grad abgesenkt, sofern sie nicht als Unterkünfte für Geflüchtete dienen.

  • Die Teilklimatisierung des Stadthauses Große Bleiche wird nach der Sommerpause um 2 Grad angehoben.

  • Die Raum- und Wassertemperatur in den Lehrschwimmbecken der IGS Auguste Cornelius und der Peter-Jordan-Schule wird um jeweils 2 Grad abgesenkt.

Außerdem sollen viele Gebäude nicht mehr beleuchtet werden:

  • Bis auf drei wesentliche Gebäude (Dom, Christuskirche, St. Stephan), die als Orientierungspunkte in der Stadt dienten, wird ab dem 9. August das Licht an allen anderen Gebäuden sukzessive abgeschaltet. Zurzeit werden im Stadtgebiet rund 70 Gebäude der Stadt beleuchtet.

  • Beispiele für Gebäude, die nicht mehr beleuchtet werden: Europahaus, Jupitersäule, Kaisertor, Kurfürstliches Schloss, Theodor-Heuss-Brücke.

  • Auch die Beleuchtung der Reduit in Mainz-Kastel wird abgeschaltet.

  • Beleuchtung, die der allgemeinen (Verkehrs-)Sicherheit dient, wird nicht ausgeschaltet.

Zudem senkt die Mainzer Stadtwerke AG die Betriebstemperaturen in allen Liegenschaften und dem Taubertsbergbad um zwei Grad. Die Temperatur des Schwimmerbeckens sinkt von 24 Grad auf 22 Grad, die des Nichtschwimmerbeckens von 26 Grad auf 24 Grad. Die Temperatur des Babybeckens wird auch auf 24 Grad abgesenkt – dies sei aus technischen Gründen nicht anders möglich. Im Hallen- und Sportbad sinkt die Temperatur des Schwimmerbeckens von 28 Grad auf 26 Grad, die des Nichtschwimmerbeckens von 30 Grad auf 28 Grad. Dies wurde bereits am Freitag, 5. August, eingeleitet. Jedoch werde bei den zu erwartenden Temperaturen der kommenden Wochen die Abkühlung der Becken verzögert eintreten.

Oberbürgermeister Michael Ebling sagt dazu: „Diese Maßnahmen sind tiefgreifend und werden im Herbst und Winter für viele Menschen und Mitarbeiter:innen Entbehrung bedeuten. Aber nur so kann die Landeshauptstadt die vom Land vorgegebenen 15 % Einsparung erreichen. Wir bitten die Bürger:innen um Verständnis und appellieren: Sparen auch Sie im Alltag bewusst Energie!“

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