Mainz will Energie sparen: Warum der Dom trotzdem erleuchtet bleibt

Um Energie zu sparen, soll die Nachtbeleuchtung vieler öffentlicher Gebäude in Mainz künftig abgeschaltet werden. Dennoch gibt es Ausnahmen, wie Oberbürgermeister Michael Ebling am Dienstag erklärte.

Mainz will Energie sparen: Warum der Dom trotzdem erleuchtet bleibt

Am Dienstag hat die Stadt Mainz angekündigt, mit verschiedenen Maßnahmen Energie einsparen zu wollen (wir berichteten). In Verwaltungsgebäuden sollen deshalb im Herbst die Raumtemperaturen gesenkt werden. Dazu wird die Temperatur der Wasserbecken im Mainzer Taubertsbergbad gesenkt und die Beleuchtung von rund 70 öffentlichen Gebäuden nachts abgeschaltet. Dazu gehören unter anderem das Europahaus, die Jupitersäule, das Kaisertor, das Kurfürstliches Schloss oder die Theodor-Heuss-Brücke.

Drei Ausnahmen gibt es jedoch: den Dom, die Christuskirche und St. Stephan. Doch warum ist das so? Auf einer Pressekonferenz erklärte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD): Das Abschalten solle nicht an die „dunkelsten Zeiten“ von Mainz erinnern. Ziel der Maßnahmen sei es nicht, Panik zu schüren. Zudem dienten die Kirchen als Orientierungspunkte in der Stadt.

„Mainz wird nicht in Dunkelheit versinken.“ - OB Michael Ebling

Positiv hob Ebling hervor, dass der Energieverbrauch der öffentlichen Beleuchtung seit 2012 dank LED-Technologie um rund 25 Prozent gesenkt werden konnte. Straßenlaternen werden von der Abschaltung übrigens nicht betroffen sein, weshalb der Oberbürgermeister auch versprach: „Mainz wird nicht in Dunkelheit versinken.“

Die kommenden Maßnahmen bezeichnete Ebling als „tiefgreifend“. „Aber nur so kann die Landeshauptstadt die vom Land vorgegebenen 15 Prozent Einsparung erreichen. Wir bitten die Bürger:innen um Verständnis und appellieren: Sparen auch Sie im Alltag bewusst Energie!“

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