Dreyer: „Wir können die Gesellschaft nicht auf Dauer abschließen“

Versammlung vor dem Staatstheater: Gastronomen und Hoteliers fordern eine Öffnungsperspektive.

Dreyer: „Wir können die Gesellschaft nicht auf Dauer abschließen“

Gastronomen und Hoteliers haben am Mittwochvormittag vor dem Mainzer Staatstheater für eine Öffnungsperspektive demonstriert. Die Mahnwache wurde vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga organisiert und stand unter dem Motto „Wir wollen. Wir können. Lasst und öffnen!“

Die Veranstalter überreichten Spitzenpolitikern wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer und CDU-Spitzenkandidat Christan Baldauf symbolisch einen Schlüssel. Dehoga-Präsident Gereon Haumann machte deutlich: „Die Politik muss jetzt Verantwortung zeigen und handeln. Wir wollen einen konkreten Stufenplan mit verbindlichen und dauerhaften Öffnungsperspektiven für das Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz.“ Bereits nach dem ersten Lockdown habe man die geltenden Schutz- und Hygienekonzepte erfolgreich umgesetzt.

Dreyer: Rheinland-Pfalz könnte eigenen Weg gehen

Unter den Demonstrierenden waren auch bekannte Mainzer Gastronomen wie „Heringsbrunnen“-Wirt Michael Schollmayer, „Zur Andau“-Chef Burkhard Geibel-Emden und Wieland Wittmeier vom Club „Caveau“. Auch die rheinland-pfälzischen Spitzenpolitiker solidarisierten sich mit den Wirten. Oppositionsführer Christian Baldauf machte deutlich: „Es ist die Verantwortung der Politik, Ihnen durch diese schwere Zeit zu helfen.“ Dazu gehörten der Verlustvortrag und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. „Und dazu gehört auch, dass es danach keine Steuererhöhungen geben darf.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte mit Blick auf Hoteliers und Gastronomen: „Das einzige, was Sie wirklich trösten kann, ist eine Öffnungsperspektive.“ Es sei völlig klar, dass es bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März einen Perspektivplan geben müsse. „Wir können die Gesellschaft nicht auf Dauer abschließen.“ Wenigstens die Außengastronomie müsse bei diesem Wetter öffnen dürfen. Wenn man auf Bundesebene am 3. März nicht weiter komme, müsse man sich in Rheinland-Pfalz zusammensetzen und entscheiden: „Was können wir uns als Bundesland zutrauen?“

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