Wegen Coronavirus: Mainzer Iraner mit dramatischem Appell

Scharfe Kritik am iranischen Regime

Wegen Coronavirus: Mainzer Iraner mit dramatischem Appell

Der Mainzer Iraner Behrouz Asadi hat in einem offenen Brief scharfe Kritik am iranischen Regime geübt und warnt davor, dass das Ausmaß des Coronavirus im Iran verharmlost werde.

Zunächst wandte sich Asadi vom „Demokratischen Forum der Iraner“ an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mit großer Sorge verfolge er die Entwicklung im Iran. „Die Bevölkerung leidet massiv unter den fehlenden Informationen über Verstorbene, Infizierte und die Art der Versorgung.“ Die Zahl der Verstorbenen und Infizierten sei nach seinen Informationen deutlich höher, als das iranische Regime bekannt gegeben habe. „Der Virus verbreitet sich im Iran und der Region weiter aus und es kommen Infizierte aus dem Iran nach Europa und müssen sich in medizinische Versorgung begeben.“

Auch politische Gefangene im Iran seien zum Teil infiziert und ohne medizinische Versorgung in Haft. „Es deutet alles darauf hin, dass wir es im Iran mit einem System zu tun haben, das auf falschen Informationen basiert und jeglichen Widerstand oder Proteste zur Aufklärung der aktuellen Lage, Krankheitsfälle und Tote durch die Drohung von Verhaftungen auflösen möchte.“ Asadi bittet die WHO, das iranische Regime zum Handeln zu bringen, „da die Sorgen und Unruhen im Iran steigen“.

In einem weiteren Brief wendet sich Asadi an Gesundheitsminister Jens Spahn. Um die Ausbreitung des Virus durch Iran-Rückkehrer in Deutschland einzudämmen, sollten „direkt an der Grenze die Passagiere untersucht werden“. Denn sonst kämen sie vom Flughafen nach Hause und erst dann werde festgestellt, dass sie sich doch infiziert haben. „In dieser Zeitspanne hatten sie schon mehrere Kontaktpersonen.“ (ms)

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