Diebe bestehlen Mainzer Behinderten: Finderlohn ausgesetzt

Sein Behinderten-Dreirad hilft dem Mainzer Jost Barth, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Nun wurde das Fahrzeug aber gestohlen.

Diebe bestehlen Mainzer Behinderten: Finderlohn ausgesetzt

Der Mainzer Jost Barth ist enttäuscht: Seit letztem Samstag (11.11.) muss der Mombacher auf sein Elektro-Dreirad verzichten. Denn als der 51-Jährige, der seit seiner Geburt an einer Spastik leidet, bei einem Freund in Weisenau zu Besuch war, entwendete ein Unbekannter sein dringend benötigtes Fortbewegungsmittel.

Ein gestohlenes Stück Freiheit

Wie Barth im Gespräch mit Merkurist erzählt, sei er normalerweise täglich mit dem Behindertenrad in Mainz unterwegs. Das Elektro-Dreirad helfe ihm dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Seine Spastik, ausgelöst durch Sauerstoffmangel verbunden mit einer um den Hals gewickelten Nabelschnur, beeinträchtigt ihn schon ein halbes Jahrhundert. Jammern will der Mainzer jedoch keineswegs. Denn auf einen Rollstuhl ist er nicht angewiesen und kann sich somit relativ frei bewegen. Das gestohlene Rad sei für seinen Alltag daher auch von hoher Relevanz. „Ich fahre damit täglich zu meiner Arbeitsstelle an der IGS Anna Seghers in der Oberstadt“, sagt Barth.

Die Hoffnung, dass sein Rad wieder auftaucht, gibt er nicht auf. Wie Barth sagt, vermute er, dass jemand mit dem Dreirad nur eine „Spritztour“ unternommen habe, da dieses spezielle Behindertenfahrrad für die meisten wohl uninteressant sei. „Es wäre für mich von größter Wichtigkeit, das Dreirad zurück zu bekommen“, appelliert Barth. Zudem ist der Mainzer bereit, Zeugen, die beobachtet haben, wie sein Dreirad am letzten Samstag zwischen 17 und 21 Uhr in Weisenau (An der Turnhalle 6) entwendet wurde, eine Belohnung von 300 Euro zu zahlen.

Wer weiß, wo das Behinderten-Dreirad abgestellt wurde, beziehungsweise Jost Barth weiterhelfen kann, kann sich an Merkurist wenden: redaktion-mainz@merkurist.de oder Telefon: 0160 96661538.