Neue Pläne: Was passiert mit dem Eckhaus am Münsterplatz?

Eigentlich sollte das Eckhaus am Münsterplatz schon vor langer Zeit abgerissen werden. Nun hat dort ein neuer Laden eröffnet. Was plant die Stadt mit diesem „Schandfleck“ in der Bahnhofstraße?

Neue Pläne: Was passiert mit dem Eckhaus am Münsterplatz?

Als „einen Schandfleck“ bezeichnete Merkurist-Leser Frederik das Eckhaus am Münsterplatz noch vor einem Jahr. Damals noch bestand der Plan der Stadt darin, nach dem Umbau des Platzes und der Bahnhofstraße auch das Haus an der Großen Bleiche 1 zu sanieren.

Bereits vor vier Jahren kaufte die Stadt Mainz daher das Gebäude der Stadt Wiesbaden ab – und verkaufte es danach an einen privaten Eigentümer. Voraussetzung war, einen festgelegten Plan zum Umbau des Gebäudes einzuhalten, der einen Abriss und Neubau vorsah. Architekten planten daraufhin ein sechsstöckiges Gebäude für Büros, Gewerbeeinheiten und Wohnungen, mit großen Schaufenstern und vollständig bepflanzter Dachterrasse. Dann trat der Investor zurück. Damals sagte Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr gegenüber Merkurist, dass die Stadtverwaltung auf der Suche nach einem neuen Investor sei (wir berichteten).

Statt Neubau gibt es nun Hot Dogs und Falafel

Passiert ist seitdem immer noch nichts. Ganz im Gegenteil: Im Erdgeschoss ist nun sogar kürzlich ein neuer Laden eröffnet worden, in dem Falafel, Hot Dogs und Burger verkauft werden.

Doch nun scheint sich allmählich etwas zu bewegen, zumindest legt das eine Antwort auf eine Anfrage der CDU-Stadtratsfraktion an die Stadt nahe. Darin heißt es, die Stadtverwaltung sei „in aussichtsreichen Gesprächen mit potentiellen Investoren.“ Außerdem liege eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes vor, eingereicht am 13. April 2022. Mit welchem Investor gesprochen wird und wie die Pläne zur Bebauung derzeit konkret aussehen, wird jedoch nicht erklärt, nur die vage Formulierung, dass von Seiten der Verwaltung beabsichtigt sei, „die städtebaulichen und architektonischen Zielsetzungen für diesen städtebaulich besonderen Ort umzusetzen“. Die städtischen Gremien würden davon „in Kenntnis gesetzt“, sobald sich eine Einigung ergebe.

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