So traumatisch lief der „Fernsehgarten“ für Klaas Heufer-Umlauf

In seinem Podcast „Baywatch Berlin“ redet TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf mit seinen Kollegen über Gott und die Welt. In der aktuellen Folge geht es dabei um ein Trauma, das er in Mainz erlebte.

So traumatisch lief der „Fernsehgarten“ für Klaas Heufer-Umlauf

„Ein traumatisches Erlebnis im Fernsehgarten“ - das ist eine Sache, die Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf wohl mit Mainz verbindet. In der aktuellen Folge seines Podcasts „Baywatch Berlin“, „Wie Phoenix ohne Asche“, wurde er nun daran erinnert. Gemeinsam mit seinen Kollegen Thomas Schmitt und Jakob Lundt spricht Klaas jeden Freitag über Erlebnisse aus dem Alltag.

Beim Thema Fallschirmspringen kam das Trio auf den „ZDF-Fernsehgarten“. „Klaas, du hattest ein traumatisches Erlebnis im Fernsehgarten. Das klingt ja jetzt erstmal nicht überraschend. Aber das hat ja auch mit Wo-Rausspringen zu tun“, sagt Jakob. Und spielt damit auf eine Sendung aus dem Jahr 2011 an. Klaas erinnert sich: „Joko (Winterscheidt) und ich hatten die bizarre Fantasie, wir wollen mal im Fernsehgarten zu Gast sein. Das war zu der Zeit, als wir noch beim ZDF gearbeitet haben. Wir wollten da einfach mal hin.“ Und es klappte.

Am Abend vor der Sendung waren Joko und Klaas dann in Mainz auf dem Weinmarkt. „Ein Volksfest, auf dem verschiedenste Weine der Region angeboten werden“, schildert Klaas. Und dort hat das Duo dann auch viele Weine getrunken - bis 3:30 Uhr am nächsten Morgen. „Und dann wurde mir bewusst: Mensch, der Fernsehgarten ist ja vormittags“, sagt Klaas. „Aber es fällt ja im Fernsehgarten nicht auf, dass man eine Alkoholfahne hat, weil praktisch das gesamte Publikum eine hat.“ Wenn man aus der Garderobe komme, laufe man quasi durch ein „Spalier von Fahnen, die links und rechts auf den Weg geatmet werden“. Jakob vermutet: „Die werden getrunken haben, weil sie sich freuen, ihr, um zu vergessen.“

Eine Überraschung für Klaas

Auf Klaas wartete im Fernsehgarten schließlich eine Überraschung: ein Sprung aus einem Hubschrauber, der mehrere hundert Meter über dem Fernsehgarten fliegen sollte. „Dann habe ich, weil ich noch so angeschossen war von dem Weinfest, in meinem Optimismus gesagt: ‘Dann mal los.’ Ich war eh ein bisschen albern an diesem Tag“, erklärt Klaas unter dem Gelächter seiner Kollegen.

Schließlich ging es los. „Und ehe ich mich versah, war ich dann wirklich angeschnallt oben in diesem Hubschrauber. Der Fernsehgarten wurde immer kleiner und war nur noch ein kleiner Punkt in meiner Wahrnehmung. Das war wahnsinnig hoch“, erzählt Klaas. Er habe dann an der offenen Tür gesessen, mit den Füßen auf der Kufe. „Und dann sagt der Typ zu mir: ‘Ja, jetzt kannst du einfach springen’. Und wenn du dann zu lange wartest, das ist dann der Moment, in dem du Todesangst bekommst. Du musst dann schneller sein, als du es realisieren kannst.“ Schließlich sprang Klaas und rief als Gag noch: „Boah, ist das langweilig!“ Den Sprung selbst habe er gar nicht mehr wahrgenommen, es war ein „einziges Durcheinander im Kopf“.

Der Moment, in dem sich Klaas traumatisierte

Eines habe der erfahrene Springer aber nicht bedacht. „Ich hatte mich ausgependelt und hing dort kopfüber an diesem Seil, das noch an dem Hubschrauber hing. Und das in 400 Meter Höhe oder so. Und da dachte ich mir: Was machen wir jetzt?“ Dass es so lange dauere, damit habe er vorher nicht gerechnet. Und das war ein großes Problem: „Ich hatte viel Zeit, um zu realisieren, was ich hier gerade mache. Dann fängt man an zu überlegen: Wie dolle halten die Schnallen, an denen ich hänge? Könnte es sein, dass eine aufgeht?“ Klaas sah sich in einem Gedankenkarussell gefangen. Als nächstes werde einem die Höhe und die Weite bewusst. „Und wenn einem so klar wird, dass man wie so ein Punkt im Himmel hängt, nur an seinen Füßen, und es dauert bestimmt noch drei Minuten, bis man abgelassen wird - das war nicht gut. Und ich glaube, in diesem Moment habe ich mich traumatisiert. Das war furchtbar.“

Irgendwann hatte Klaas aber wieder festen Boden unter den Füßen. Wie er Jakob erzählt, flog der Hubschrauber langsam runter und man nahm ihn unten in Empfang. „Der kann halt nicht wie ein Irrer da runterstürzen, der muss das in einer bestimmten Weise machen, damit du nicht anfängst zu pendeln. Und das dauert eben.“ Mit der Zeit habe er vor allem aber das Vertrauen in das Seil verloren. „Ich habe zu viel nachgedacht. Das war echt kein schönes Gefühl.“

Die gesamte Folge könnt Ihr hier nachhören. (js)

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