Mombacher Hochbrücke: So viel kosten die Stadt Mainz die „Not-Reparaturen“

Gesperrt ist die Mombacher Hochbrücke seit Anfang Juli. Der Abriss des Bauwerks ist alternativlos, dauert aber noch einige Zeit. Welche Kosten die Instandhaltung der Brücke aktuell verursachen und ob die Umleitung des Verkehrs reibungunglos verläuft.

Mombacher Hochbrücke: So viel kosten die Stadt Mainz die „Not-Reparaturen“

Seit genau drei Monaten ist die Mombacher Hochbrücke, die demnächst wegen irreparabler Schäden abgerissen werden soll, nun schon gesperrt. Die rund 10.000 Fahrzeuge, die sonst die Brücke passiert haben, werden inzwischen umgeleitet. Für Leser Mike ist die Umfahrung jedoch eine kleine „Katastrophe“. Er hofft, dass die Stadt noch einmal prüft, ob sich die Umleitungen bewährt haben.

Wann kommt der Abriss?

Auf keinen Fall mehr geprüft wird die Entscheidung, die Brücke abzureißen. Wie die Stadt angibt, hat das Stadtplanungsamt ein Projekt-Team gegründet, das sich ausschließlich um den „Rückbau“ der Brücke kümmert. Bis das Bauwerk allerdings endgültig verschwindet, muss die Stadt „Not-Reparaturen“ durchführen, um zu verhindern, dass sich der Zustand der Brücke weiter verschlechtert. Und diese Arbeiten kosten die Stadt Mainz viel Geld. „Die bisherigen Kosten belaufen sich für dieses Jahr bis jetzt auf rund 100.000 Euro“, erklärt Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr auf Anfrage.

Bisher seien diverse Reparaturen an Abdeckblechen, Schutznetz-Befestigungen, Absperreinrichtungen und Schutzplanken durchgeführt worden. Zudem hätten Beton- und Schadstoffuntersuchungen für die bevorstehenden Beton-Instandsetzungen stattgefunden. Wann die Brücke nun aber konkret abgerissen werden kann, ist noch nicht zu sagen. „Ohne vorliegende Rückbauplanung kann diese Frage nicht seriös beantwortet werden“, so Peterhanwahr. Derzeit liefen außer den Sofortmaßnahmen und Kontrollen am Bauwerk die Vorbereitungen für die Ausschreibung dieser Planungsleistungen. Sobald belastbare Zwischenergebnisse vorliegen und ein Zeitfenster prognostizierbar ist, würden die Anlieger informiert und mit einbezogen.

So läuft es mit den Umleitungen

Doch gibt es jetzt aktuell Probleme bei der Umfahrung der Hochbrücke und muss nachgebessert werden? Wie Stadtsprecher Peterhanwahr sagt, seien bisher keine größeren Rückstaus vor den einzelnen Knotenpunkten bekannt. Große Verkehrsbehinderungen aufgrund der Umfahrung der gesperrten Brücke gebe es nicht. Doch für diesen Herbst sei eine Nacherhebung über die Verkehrsentwicklung auf der Ersatztrasse vorgesehen.

„Der Zeitraum wurde bewusst gewählt, um die Erhebung möglichst dann durchzuführen, wenn der Verkehr wieder die Vor-Corona-Stärke erreicht hat“, so Peterhanwahr. Somit wolle man möglichst repräsentative Zahlen erhalten, um die Situation bewerten können.

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